Drohnenabwehr per Laser: Inleap Photonics fertigt Fastlight Held in Hannover in Serie
In Hannover beginnt Inleap Photonics mit der Serienfertigung seines laserbasierten Systems zur Drohnenabwehr. Die ersten schlüsselfertigen Einheiten von Fastlight Held gehen an den Partner Stark, offiziell eröffnet wird die neue Halle am 30. Oktober.

Eine neue Produktionshalle in Hannover nimmt Inleap Photonics für die Fertigung laserbasierter Systeme zur Drohnenabwehr in Betrieb. Gebaut und ausgeliefert werden sollen die Systeme namens Fastlight Held in Serie ab November 2026. Zum Auftakt der Fertigung bekommt der Partner Stark die ersten Einheiten schlüsselfertig übergeben.
Für den 30. Oktober ist die offizielle Eröffnung angesetzt. Teilnehmen sollen unter anderem Olaf Lies, Ministerpräsident von Niedersachsen, sowie Sven Weizenegger, der den Cyber Innovation Hub der Bundeswehr leitet.
Drohnenabwehr auf unbemannter Bodenplattform
Bei Fastlight Held sitzt ein laserbasiertes Abwehrsystem auf einer unbemannten, geländegängigen Bodenplattform. Drohnen sollen damit erkannt, verfolgt und identifiziert werden. Danach wird der Laser auf eine Schwachstelle gerichtet, die am Fluggerät erkannt wurde – so soll es binnen weniger Sekunden neutralisiert werden.
Auch bewegliche Ziele lassen sich laut Hersteller präzise verfolgen, möglich mache das eine ultraschnelle Lenkung des Laserstrahls. Gedacht ist das System dafür, mobile Einheiten, temporär gesicherte Bereiche und kritische Infrastruktur ferngesteuert zu schützen.
Mit der neuen Produktion will Inleap Photonics den Weg von der Entwicklung von Prototypen hin zur industriellen Serienfertigung gehen. Sechs Stationen bilden die Fertigungslinie, organisiert nach dem sogenannten One-Piece-Flow-Prinzip: Jedes System läuft einzeln und ohne Zwischenlager durch die Fertigung. Das soll die Durchlaufzeiten verkürzen und es erlauben, die Kapazitäten auszubauen, wenn die Nachfrage steigt.
Nach eigenen Angaben arbeiten derzeit 50 Mitarbeiter für das Unternehmen. Bis Ende 2027 soll die Belegschaft am Standort Hannover auf über 100 Personen anwachsen.

Verwiesen wird außerdem auf „Laserdome”, ein Innovationsvorhaben, an dem Inleap Photonics und der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr gemeinsam beteiligt sind. Dabei wurde auf dem zivil genutzten Flugplatz Strausberg bei Berlin demonstriert, wie eine fliegende Drohne per Laser abgewehrt wird.
Die Serienfertigung soll die Grundlage schaffen, um die Technologie in höheren Stückzahlen liefern zu können. Wie viele Systeme konkret produziert werden oder wie leistungsfähig das System unter Einsatzbedingungen ist, gab das Unternehmen in seiner Mitteilung nicht an.
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© Cyber Innovation Hub BundeswehrWeiterlesen

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