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Unmanned Systems / Aerial Drones

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Erstmals soll bei „Freedom Shield 2026” in Litauen die Loitering Munition Virtus von Stark erprobt werden. Den Rahmen bildet ein sechstägiges Gefecht auf dem Truppenübungsplatz Rudninkai, parallel übt die Panzergrenadierbrigade 37 bei „Grand Eagle 26”.

Soldat des Panzerbataillons 203
© PIZ Heer

Die Panzerbrigade 45 „Litauen” der Bundeswehr soll erstmals die neue Loitering Munition Virtus von Stark testen, und zwar bei „Freedom Shield 2026”, der bislang größten Gefechtsübung der Bundeswehr in Litauen. Am 17. November beginnt die zehntägige Übung, an der rund 3.800 Soldaten teilnehmen. Sie kommen aus acht Staaten der NATO. Auf dem Programm stehen der Gewässerübergang und das Gefecht verbundener Waffen, außerdem Drohneneinsätze und elektronische Kampfführung.

Mit Bahn und Schiff bringt die Bundeswehr dafür das Panzergrenadierbataillon 122 nach Litauen, das in Oberviechtach beheimatet ist. Verstärkt wird es durch Kräfte aus Augustdorf, die zum Panzerbataillon 203 gehören. Für beide Verbände ist ab 2027 eine dauerhafte Stationierung auf dem Rudninkai-Truppenübungsplatz vorgesehen.

Dazu kommen die Multinational Battlegroup Lithuania mit Standort Rukla, eine Kompanie aus Litauen und weitere Verbände der Bundeswehr. Acht Länder sind beteiligt: Litauen, Deutschland, Norwegen, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Tschechien und Kroatien.

Loitering Munition und Drohnen auf dem Truppenübungsplatz Rudninkai

Zu den zentralen Bestandteilen von „Freedom Shield” zählt am 20. November der Übergang über den Nemunas, einen Fluss südlich von Kaunas. Abgeschlossen wird die Übung mit einer sechstägigen Gefechtsübung, Schauplatz ist der Truppenübungsplatz Rudninkai. Dort sollen verschiedene Drohnensysteme und erstmals auch die Virtus des Herstellers Stark erprobt werden. Erst dieser Tage hatte das Unternehmen aus Deutschland auch angekündigt, einen neuen Standort in Litauen zu eröffnen.

Brigadegeneral Christoph Huber, Kommandeur der Panzerbrigade 45, ordnet die Übung so ein: „Die Übung Freedom Shield ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer voll ausgestatteten, einsatzbereiten und damit kriegstüchtigen Brigade Litauen. Sie soll verdeutlichen, dass wir ohne jeden Zweifel unseren Auftrag im Rahmen der 10. Panzerdivision an der NATO-Ostflanke erfüllen werden”. Er ergänzt: „Wir üben, um besser zu werden. Innovativ bereiten wir uns konsequent auf die Erfordernisse eines möglichen Kriegsbildes vor.”

Virtus drone from Stark
Die Bundeswehr beschafft aktuell Virtus Loitering Munition von Stark. In Litauen soll diese nun auch erstmals getestet werden. · © Stark

Rund 6.000 Soldaten zur selben Zeit im Baltikum

Zeitgleich mit „Freedom Shield” zieht es die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen” für die Gefechtsübung „Grand Eagle 26” ebenfalls nach Litauen. Bis Ende 2027 die Panzerbrigade 45 komplett aufgestellt ist, steht sie der NATO derzeit als schnell einsatzbereite Brigade zur Verfügung.

Koordiniert werden beide Übungen von der 10. Panzerdivision. Damit trainieren rund 6.000 Soldaten zur selben Zeit im Baltikum. Gestärkt werden soll so die Einsatzbereitschaft der deutschen Kräfte an der NATO-Ostflanke.

Fotocredits

© PIZ Heer · © Stark
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