Unbemanntes Transportflugzeug Lifter: Oshkosh Defense und Grid Aero planen die Serienfertigung
Oshkosh Defense setzt auf ein unbemanntes Transportflugzeug von Grid Aero: Der Lifter soll günstig und in großer Stückzahl entstehen. Bestellungen, Produktionszahlen und Liefertermine sind noch offen.

Oshkosh Defense will gemeinsam mit Grid Aero aus Kalifornien ein unbemanntes Transportflugzeug zur Serienreife führen: den Lifter. Beide Unternehmen haben dafür eine strategische Partnerschaft vereinbart, mit der sie die militärische Logistik in umkämpften Einsatzgebieten stärken wollen.
Grid Aero aus dem Silicon Valley bringt seine Entwicklungskompetenz in die Zusammenarbeit ein, Oshkosh Defense die industriellen Kapazitäten. Vorbereitet werden soll der autonome Lifter auf eine Großserienfertigung zu geringen Kosten.
Ausgelegt ist der Lifter eigens für schwierige Einsatzbedingungen. Angetrieben wird das unbemannte Flugzeug von einem Kolbenmotor, dazu kommen eine robuste Bauweise und Materialien, die weit verbreitet sind. Weil er modular aufgebaut ist, lässt er sich an verschiedene Transportaufgaben anpassen.
Arthur Dubois, CEO von Grid Aero, beschreibt das Ziel so: „Wir haben den Lifter entwickelt, um die Kosten für weitreichende Luftoperationen grundlegend zu senken”. Als Vorbild bei der Konstruktion hätten Militärlastwagen ebenso stark gedient wie klassische Flugzeuge.
Unbemanntes Transportflugzeug für die Großserie
Auf Seiten von Oshkosh Defense liegen in der Partnerschaft vor allem drei Aufgaben: die fertigungsgerechte Weiterentwicklung, die Planung der Produktion und optimierte Lieferketten. Perspektivisch ist vorgesehen, die Flugzeuge in größeren Stückzahlen in den bestehenden Werken des Unternehmens zu bauen, die im US-Bundesstaat Wisconsin stehen.
Den Hintergrund bildet ein steigender Bedarf der US-Streitkräfte: Gefragt sind kostengünstige unbemannte Luftfahrzeuge der Gruppen 4 und 5. Einsetzbar sein sollen sie auch in umkämpften Lufträumen, ihre Nutzlasten sollen sich je nach Auftrag wechseln lassen.
Vorerst arbeiten die beiden Unternehmen an der Vorbereitung der Produktion und sprechen mit möglichen militärischen Kunden. Öffentlich gemacht wurden konkrete Bestellungen, Produktionszahlen oder Liefertermine bisher nicht.
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