Anti-Drohnen-Netze: Ukraine will bis Ende 2026 weitere 4.000 Kilometer Straßen absichern
Kiew beschleunigt den Bau von Anti-Drohnen-Netzen über frontnahen Straßen: von fünf auf zwölf Kilometer pro Tag, ab März sollen es 20 sein. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nennt die Logistikrouten als Priorität.

Entlang der Grenzregionen baut die Ukraine ihren Schutz vor feindlichen Drohnen weiter aus. Zusätzliche 4.000 Kilometer Straßen sollen bis Ende 2026 mit speziellen Anti-Drohnen-Netzen gesichert sein.
Nahe der Frontlinie setzt Russland Drohnen gezielt als Terrorinstrument gegen zivile Fahrzeuge, Einsatzkräfte und Reparaturteams ein. Auf Anweisung des Präsidenten verstärken wir daher die Schutzmaßnahmen in den Frontgebieten und beschleunigen die Installation von Anti-Drohnen-Netzen. Priorität haben Verkehrswege, die für die Logistik entscheidend sind und Gemeinden entlang der Kontaktlinie versorgen— Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow

Zusätzlich 1,6 Milliarden Hrywnja (umgerechnet rund 38 Millionen Euro) aus dem Haushalt fließen in das Programm. Obwohl das Wetter ungünstig war, kamen allein im Februar weitere 125 Kilometer gesicherter Straßen hinzu; 55 Kilometer beschädigter Schutzstrukturen wurden instandgesetzt.
Anti-Drohnen-Netze im Tagesrhythmus
Innerhalb eines Monats hat sich das Ausbautempo deutlich erhöht: Waren es im Jänner fünf Kilometer pro Tag, so lag der Wert im Februar bei zwölf Kilometern täglich. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind militärische Bewegungen dadurch signifikant sicherer geworden, gleichzeitig habe sich die Funktionsfähigkeit der frontnahen Gemeinden stabilisiert.
Den nächsten Schritt kündigte Fedorow so an: „Bereits ab März planen wir, täglich 20 Kilometer Straßen mit Drohnenschutz auszustatten. Bis Jahresende sollen insgesamt weitere 4.000 Kilometer abgesichert sein”.
Gleichzeitig wird in den Regionen Charkiw, Sumy und Tschernihiw verstärkt an Befestigungen gearbeitet. Damit soll die Verteidigungsfähigkeit weiter wachsen, um möglichen russischen Offensivoperationen wirksam begegnen zu können.
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