Drohnenabwehr: Aaronia erweitert Fertigung mit neuem Produktionsstandort in Bitburg
Drohnenabwehr-Systeme von Aaronia sind seit Jahren gefragt, zuletzt kam ein 72-Millionen-Euro-Auftrag hinzu. Nun investiert der Hersteller einen zweistelligen Millionenbetrag in einen neuen Standort in Bitburg, an dem ab 2027 produziert werden soll.

Mehr Fertigungskapazität für Drohnenabwehr: Der deutsche Spezialist Aaronia errichtet im rheinland-pfälzischen Bitburg einen neuen Produktionsstandort. Dort stehen bereits rund 10.500 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, die sich umfassend erweitern lassen. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen für Kauf, Ausbau und Ausstattung einen zweistelligen Millionenbetrag investieren. Anlaufen soll die Produktion in Bitburg 2027.
Anlass für den Ausbau ist, dass die Systeme von Aaronia seit Jahren stark nachgefragt werden. Ein nicht namentlich genannter Kunde erteilte dem Unternehmen zuletzt einen Auftrag über 72 Millionen Euro für seine Aartos Hawk-TDOA- und X9-Plattformen. Für das auf der Eurosatory 2026 vorgestellte Aartos Hawk-System ist das zugleich der erste Auftrag.
Drohnenabwehr mit TDOA-Ortung
Signalquellen im elektromagnetischen Spektrum ortet und verfolgt Aartos Hawk über große Einsatzräume hinweg in Echtzeit, und zwar mit der sogenannten Time-Difference-of-Arrival-Technologie (TDOA) (-> Aaronia Aartos Hawk T1 detektiert Drohnen aus der Luft). Die genauen Senderpositionen, die das System ermittelt, ergeben verwertbare Koordinaten – etwa für Drohnenabwehr (C-UAS), elektronische Kampfführung (EloKa), SIGINT, Truppenschutz und den Schutz kritischer Infrastruktur.
Zu den Nutzern von Aartos oder anderen Aaronia-Systemen zählen unter anderem die Streitkräfte Österreichs, Deutschlands, Portugals, Finnlands, Estlands und Australiens. Hinzu kommen zahlreiche weitere Verteidigungsorganisationen auf der Kundenliste des Unternehmens, etwa die schwedischen Streitkräfte sowie die Verteidigungsministerien der Ukraine, Großbritanniens, der Niederlande, Kanadas, Indonesiens, Kenias, Ugandas und Ruandas. Für einen Teil dieser Kunden ist jedoch nicht öffentlich bekannt, welche Systeme in welcher Stückzahl beschafft wurden.
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