Drohnenabwehr bei der „Airpower 2024“: Bundesheer und Aaronia schützten Europas größte Flugshow
Wenn 206 Flugzeuge bei einer Flugshow in der Luft sind, darf keine illegale Drohne stören. Für die Drohnenabwehr setzte das Bundesheer auf sein Element ELDRO und das Aartos-System von Aaronia – heuer erstmals ergänzt um einen 28-Meter-Mast.

Mit 206 Flugzeugen aus über 20 Nationen – 40 davon stellte das Österreichische Bundesheer, 37 die Flying Bulls – bestätigte die „Airpower 2024” ihren Rang als größte Flugshow Europas. Wo so viele Menschen zusammenkommen, steht der Schutz von Publikum und Mitwirkenden an erster Stelle. Ein zentraler Baustein dafür ist die Drohnenabwehr.
Geschützt werden muss vor allem vor illegalen Drohnen. Nur so können die Zuschauer die atemberaubenden Auftritte von Kunstflugstaffeln und Display-Piloten, der Flying Bulls und der Eurofighter des Österreichischen Bundesheeres gefahrlos feiern.
ELDRO und Aartos: Drohnenabwehr im Verbund
Verantwortlich ist beim Bundesheer das Element „Elektronische Kampfführung zur Drohnenabwehr” (ELDRO). Seine Spezialisten arbeiten schon seit 2018 mit dem Aartos DDS-Sensorsystem, teilt Hersteller Aaronia in einer aktuellen Aussendung mit, und erklärt weiter: „Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit bei der ,Airpower 2022’ war es naheliegend, dass sich das Bundesheer wieder von den Experten von Aaronia bei der Aufgabe, die Veranstaltung vor Drohnen zu schützen, unterstützen ließ.”
Mitgebracht hatte Aaronia Österreich einen Mast, bestückt mit Sensor, Radar und Kamera. Gemeinsam mit dem bereits vorhandenen System bildete er einen Detektionsverbund – und genau hier konnte Aartos dem Unternehmen zufolge „eine seiner vielen Stärken ausspielen – die einfache Integration verschiedener Komponenten in ein System, nach dem Baukastenprinzip”.
Neu war heuer ein vollautomatisches 28 Meter Mastsystem, auf dem ein Aartos X9 als Hochleistungs-Hochfrequenzsensor (HF) sitzt. Aaronia beschreibt den Nutzen so: „Das System hebt nicht nur die existierende Überwachung des gesamten Spektrums auf ein neues Level, es vereinfacht darüber hinaus die Handhabung noch einmal deutlich”.
Stephan Kraschansky, CEO von Aaronia Österreich, erklärt: „Eine Flugshow wie die ,Airpower 2024’, mit ihren sehr anspruchsvollen topographischen Gegebenheiten, ist eine Veranstaltung, bei der unsere mobile Aartos-Lösung ihre Stärken voll ausspielen kann”. Und weiter: „Unser System ist in wenigen Minuten einsatzbereit. Die Kommandozentrale ermöglicht, dank der RTSA Suite Pro Software, eine lückenlose 360-Grad-Überwachung, weit über die definierte Flugverbotszone hinaus. Sie erkennt mehr als 99 Prozent aller gewerblichen Drohnen, selbst wenn diese vorprogrammiert sind.”
Bei F1 und MotoGP hatte es zahlreiche Detektionen gegeben; die anschließende intensive Medienarbeit zeigte Wirkung, denn während der Flugshow selbst wurde keine einzige Drohne gesichtet. Nur am Abend vor der „Airpower” kam es zu einigen Zwischenfällen mit Drohnen, die allesamt erfolgreich abgewehrt wurden. Da das System parallel auch die Home-/Startposition auf fünf Meter genau ermittelt, findet die Militärpolizei im Fall der Fälle punktgenau zum jeweiligen Operator.
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