Drohnenabwehr in Australien: EOS entwickelt R400 Slinger in Mission Syracuse weiter
5,7 Millionen Australische Dollar für die Weiterentwicklung des R400 Slinger CUAS: Über Mission Syracuse sollen die australischen Streitkräfte schneller zu neuen Fähigkeiten in der Drohnenabwehr kommen – mit EOS als Industriepartner.

Als Industriepartner von Mission Syracuse ist die australische Firma Electro Optic Systems (EOS) ausgewählt worden. Initiiert hat das Programm der Advanced Strategic Capabilities Accelerator (ASCA); beschleunigt werden soll damit, wie neue Fähigkeiten der Drohnenabwehr (Counter-UAS), also zum Abwehren unbemannter Luftfahrzeuge, für die australischen Streitkräfte entstehen. Auf 5,7 Millionen Australische Dollar (rund 3,2 Millionen Euro) beläuft sich der Auftrag.
Im Kern geht es darum, den R400 Slinger CUAS weiterzuentwickeln. Das ferngesteuerte Waffensystem richtet sich gegen kleine und mittlere Drohnen und kombiniert eine lasergelenkte Rakete mit einer Waffenstation. Herstellung wie Instandhaltung sollen künftig zur Gänze in Australien erfolgen.
Die Bedrohung durch Drohnen entwickelt sich rasant weiter. Mission Syracuse ermöglicht es uns, Fähigkeiten in einem Zeitrahmen bereitzustellen, der den operativen Anforderungen entspricht— Lee Kormany, Executive Vice President Defence Systems Australia bei EOS
Das Programm zeigt unsere Fähigkeit, schnell zu entwickeln, Lösungen kontinuierlich weiterzuentwickeln und Systeme bereitzustellen, die den Anforderungen moderner Gefechtsfelder gerecht werden.— Lee Kormany
Hervorgehoben hat Kormany außerdem, wie eng Industrie und Streitkräfte zusammenarbeiten.
Wir sind dankbar für das Vertrauen von ASCA. Gerade diese Partnerschaft ermöglicht es, souveräne und erstklassige Fähigkeiten genau dann bereitzustellen, wenn sie benötigt werden.— Lee Kormany
Drohnenabwehr aus australischer Fertigung
Für EOS ist das Projekt auch ein weiterer Schritt, um die Verteidigungsindustrie Australiens auszubauen. Fast sämtliche ferngesteuerten Waffenstationen des Unternehmens werden komplett im Land entwickelt und gebaut. Ziel ist, auf diese Weise die operative Unabhängigkeit zu stärken, Lieferketten zu sichern und auf lange Sicht nationale Schlüsselkompetenzen bei der Drohnenabwehr auszubauen.
Was Mission Syracuse an Erkenntnissen liefert, soll künftig zudem in andere Vorhaben der australischen Streitkräfte einfließen und auf verschiedenen Plattformen genutzt werden.
Fotocredits
© Electro Optic SystemsWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

