Drohnenabwehr mit Netzen: Russen bauen bei Bachmut zwei Kilometer langen Schutztunnel
Holzmasten, Netze und Maschendraht gegen FPV-Angriffe: Mit einem Tunnel über der Straße nach Tschassiw Jar setzen russische Truppen auf passive Drohnenabwehr. Geschützt werden soll die zentrale Nachschubroute nahe der Front.

Holzmasten, Netze und Maschendraht dienen russischen Truppen bei Bachmut als Drohnenabwehr: Entlang der Straße von Bachmut nach Tschassiw Jar ist aus diesen Materialien ein rund zwei Kilometer langer Tunnel entstanden. Er soll die zentrale Nachschubroute vor ukrainischen Drohnenangriffen schützen.



Zwischen August 2022 und Mai 2023 tobte in Bachmut eine der blutigsten Schlachten des Krieges. Ukrainische Truppen hielten den westlichen Stadtrand bis zuletzt, ehe sie sich zum Rückzug gezwungen sahen. Zugleich zählte die Stadt zu den ersten großen Testfeldern des modernen Drohnenkrieges: Über Monate lieferten ukrainische Drohnenpiloten Luft- und Artillerieaufklärung und verzögerten damit den russischen Vormarsch erheblich. Von der Stadt, die einst 70.000 Einwohner zählte, sind heute nur unbewohnbare Ruinen übrig.

Netztunnel zur Drohnenabwehr nahe der Front
Derzeit verläuft die Front nur rund zehn Kilometer westlich der Stadt, in Tschassiw Jar. Der neu errichtete Netztunnel an der Verbindungsstraße ist eigens dafür gedacht, Kamikazedrohnen mit Sicht aus der Ich-Perspektive (FPV, First-Person View) abzufangen, die regelmäßig russische Nachschubfahrzeuge angreifen.
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