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Drohnenabwehr in Dänemark: DALO bestellt KI-fähiges C2-System bei Systematic

Als erstes bekanntes NATO-Mitglied vergibt Dänemark einen Vertrag für ein C2-System, das für KI-gestützte Analysen vorbereitet ist. Die Lösung für die Drohnenabwehr soll landesweit Sensoren, Daten und Personal verknüpfen und das Terma-System einbinden.

Systematic liefert Dänemarks erstes KI-fähiges Führungs- und Leitsystem für die Drohnenabwehr
© Systematic

Für die Drohnenabwehr hat die dänische Beschaffungs- und Logistikorganisation des Verteidigungsministeriums (DALO) bei Systematic eine KI-fähige Fähigkeit zur Führung und Steuerung (C2) in Auftrag gegeben. Soweit bekannt, ist es der erste Vertrag, den ein NATO-Mitglied für ein C2-System abschließt, das für die Integration KI-gestützter Analysen vorbereitet ist.

Zum Einsatz kommt die Fähigkeit im gesamten Land. Mögliche Bedrohungen durch Drohnen sollen erkannt, bewertet und beantwortet werden, indem die SitaWare-Suite von Systematic mit Sensordaten, operativen Daten und Personal verknüpft wird.

Ein Lagebild für alle Standorte

Innerhalb der Suite liefert SitaWare Headquarters die Übersicht über Aktivitäten der Drohnenabwehr an unterschiedlichen Standorten und über militärische Domänen hinweg. Mit SitaWare Insight werden historische Daten und Daten nahezu in Echtzeit KI-gestützt ausgewertet, um Anomalien, Muster und mögliche Bedrohungen aufzuspüren.

Eingebunden wird die SitaWare-Software außerdem in das zuvor beauftragte OSL-Drohnenabwehrsystem von Terma. Auf diese Weise sollen Sensordaten fast in Echtzeit in ein gemeinsames operatives Lagebild eingehen.

Hintergrund: hybride Bedrohungslage

Vor einem gestiegenen Risiko hybrider Kriegsführung Russlands gegen westliche Staaten – den Einsatz von Drohnen eingeschlossen – hatte der dänische Militärgeheimdienst DDIS im September in einer Einschätzung gewarnt.

Vorausgegangen war eine Serie von Vorfällen in Europa, etwa Berichte über Drohnen nahe dem Flughafen Leipzig/Halle im August. Hinzu kamen russische Verletzungen des Luftraums von NATO-Mitgliedern wie Estland, Lettland, Polen und Norwegen.

Drohnenabwehr mit KI als Einsatzfähigkeit

Nach den Worten von Nikolaj Bramsen, CEO von Systematic, wandelt sich das Wesen der Kriegsführung; Drohnen gehörten mittlerweile zum alltäglichen Bedrohungsumfeld. Bramsen erklärte:

„Die Antwort besteht nicht einfach darin, mehr Sensoren oder mehr einzelne Systeme einzusetzen. Es geht um die Fähigkeit, Informationen zu verbinden, zu verstehen, was sie bedeuten, und schnell darauf zu reagieren”— Nikolaj Bramsen, CEO von Systematic
„Dieses Programm zeigt, was passiert, wenn vertrauenswürdige operative Daten, Führungs- und Kontrollfunktionen sowie KI in einer Umgebung zusammengebracht werden. Es ist ein wichtiger Schritt für Dänemark und ein wichtiger Beleg dafür, wie die europäische Verteidigung KI in eine operative Fähigkeit umwandeln kann.”— Nikolaj Bramsen, CEO von Systematic

Entscheidend ist das gemeinsame Bild

Generalleutnant Per Pugholm Olsen, Chef der DALO, sieht im Vertrag mit Systematic einen weiteren Schritt hin zu einer starken und kohärenten Fähigkeit, mit Bedrohungen durch Drohnen umzugehen. Olsen sagte:

„Es ist entscheidend, dass die Streitkräfte auf der Grundlage eines gemeinsamen Lagebilds arbeiten können, damit sie die bestmöglichen Voraussetzungen haben, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren”— Generalleutnant Per Pugholm Olsen, DALO

Bekannt wird der Auftrag zu einem Zeitpunkt, an dem die NATO ihre Anstrengungen beschleunigt, die Abwehr von Drohnen zu stärken und KI in der Verteidigung einzuführen. Unterstützt werden vom System auch multinationale Verbände wie die Joint Expeditionary Force (JEF). Kräfte mehrerer Nationen sollen so gemeinsam operieren und über Domänengrenzen hinweg nahtlos Informationen teilen können.

Fotocredits

© Systematic
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