Drohnenabwehr in Dänemark: 2,1 Milliarden Kronen für Abwehr- und Überwachungskapazitäten
Rund 281 Millionen Euro für Drohnenabwehr, 44 neue Schützenpanzer statt modernisierter Altfahrzeuge, Simulatoren für die Marine und 16 weitere F-35: Dänemark baut seine Verteidigungsfähigkeiten auf breiter Front aus.

Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage investiert Dänemark massiv in seine Verteidigungsfähigkeiten. Umfangreiche Mittel sollen laut Ankündigung des Verteidigungsministeriums in zusätzliche Kapazitäten für Drohnenabwehr und Überwachung bei den dänischen Streitkräften fließen. Eingeplant sind dabei ebenso KI-Systeme (Künstliche Intelligenz), die bei Entscheidungen helfen.
Das Gesamtvolumen: an die 2,1 Milliarden Kronen (Dänische Kronen), was etwa 281 Millionen Euro entspricht.
Anlass ist, dass Drohnen zunehmend zur Gefahr werden – für kritische Infrastruktur ebenso wie für Militäreinrichtungen und dicht besiedeltes Gebiet. Troels Lund Poulsen, der Verteidigungsminister, betonte: „Die jüngsten Drohnenvorfälle haben deutlich gezeigt, wie dringend wir unsere Abwehrkapazitäten stärken müssen. Ich freue mich, dass nun erhebliche Mittel bereitgestellt werden, um genau das zu tun”. Und weiter: „Diese Investitionen unterstreichen, dass Dänemark seine Fähigkeiten im Umgang mit hybriden Bedrohungen konsequent ausbaut.”
Wie wichtig die neuen Technologien sind, unterstrich auch Michael Wiggers Hyldgaard, Dänemarks Generalstabschef: „Drohnen haben die Kriegsführung grundlegend verändert – das sehen wir tagtäglich in der Ukraine. Mit einer massiven Investition in Drohnenabwehrsysteme erhöhen wir den Schutz unserer Einheiten und Anlagen deutlich und stellen sicher, dass die Streitkräfte auch künftig für konventionelle wie hybride Bedrohungen gerüstet sind.”
Neben der Drohnenabwehr: neue Schützenpanzer für das Heer
Zugleich soll die Ausstattung des Heeres schneller modernisiert werden. Statt 44 vorhandene Infanteriekampffahrzeuge zu modernisieren, sollen nach der Empfehlung Hyldgaards 44 Schützenpanzer neu gekauft werden. Ergänzen sollen sie die 115 CV9035MkIIIC, die gemäß dem Verteidigungsabkommen 2024–2033 bereits bei BAE Systems bestellt wurden.

Der Generalstabschef erklärte dazu: „Eine Neubeschaffung ist der richtige Weg – sie stärkt die Armee spürbar und sorgt für einheitliche, technologisch fortschrittliche Systeme”. Von Minister Poulsen kam die Ergänzung: „Neue Schützenpanzer bedeuten mehr Kampfkraft, eine effektivere Ausbildung und sie tragen direkt zur Aufstellung der schweren Brigade bei.”
Nach und nach sollen die bisherigen Fahrzeuge ausgemustert werden und danach als Ersatzteilspender dienen.
Für das dänische Marinekommando sind außerdem neue Simulationssysteme vorgesehen, deren Wert 280 Millionen Kronen beträgt (an die 37 Millionen Euro), mit denen Ausbildung und Einsatzvorbereitung auf See weiter verbessert werden sollen. Hinzu kommt eine Bestellung über 16 weitere F-35-Kampfjets – die dänische F-35-Flotte wächst damit auf insgesamt 43 Flugzeuge.
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© Forsvarskommandoen · © BAE SystemsWeiterlesen

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