Drohnenabwehr mit dem Standardgewehr: IWI präsentiert neue Generation des Feuerleitsystems Arbel
Kurz vor IDEX 2025 und Enforce Tac zeigt Israel Weapon Industries ein überarbeitetes Arbel: Das computergestützte System soll Unterdrückungsfeuer aus dem LMG präziser machen und Drohnenabwehr mit dem Gewehr ermöglichen.

Die nächste Generation ihres computergestützten Kleinwaffensystems Arbel hat Israel Weapon Industries (IWI) rechtzeitig vor zwei Messen vorgestellt: der IDEX 2025 vom 17. bis zum 21. Februar und der Enforce Tac vom 24. bis zum 26. Februar. Das israelische Unternehmen gehört zur SK Group und produziert Handfeuerwaffen; das neue System zielt auch auf die Drohnenabwehr.
Aufbauend auf dem Konzeptdesign des Vorjahres bringt das System Verbesserungen für Kampfszenarien mit: präzises Unterdrückungsfeuer für leichte Maschinengewehre (LMG) sowie gewehrgestützte Drohnenabwehr.
Präzision und Genauigkeit der Vorgängerversion bleiben beim neuen Arbel laut IWI erhalten. Zusätzlich gleicht das System aus, wenn die körperliche und geistige Konzentration des Nutzers durch Überanstrengung, Müdigkeit, Stress oder andere Faktoren nachlässt – vor allem dann, wenn ein Ziel nur kurz, zwischen zwei und drei Sekunden, zu sehen ist.
Arbel-Negev und Arbel-Arad im Überblick
Mit Arbel-Negev steht für das LMG Negev eine optimierte Abzugseinheit bereit. Sie besteht aus einem anderen Griffstück, das die Waffe nur um 900 Gramm schwerer macht. Der Dauerfeuermodus bleibt bestehen und wird durch einen Arbel-gestützten Feuerstoßmodus ergänzt – notwendig deshalb, weil in länger dauernden Gefechten häufig Munition gespart werden muss.
Auch in das LMG Arad lässt sich Arbel integrieren. Hier genügt es, den Lower Receiver auszutauschen, um Präzision und Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Sämtliche Standardbedienelemente der Waffe bleiben dabei erhalten, und der Anwender kann Bedrohungen aus der Luft mit seinem Standardgewehr sehr effektiv bekämpfen. Schulungs- und Ausbildungsaufwand fallen mit dem Arbel-Arad zudem minimal aus, denn Zielen, Abdrücken und Schießen als grundlegende Tätigkeiten bleiben gleich. Waffen und Optiken sind dieselben wie bisher.
Je nach gewähltem Feuermodus sind Einsatzentfernungen bis 450 Meter möglich. Zusätzliche Ausrüstungsgegenstände braucht es zur Bekämpfung von Drohnen nicht; abstützen lässt sich die Waffe per Zweibein oder mit anderen Hilfsmitteln. Kompatibel ist das Arbel-System nicht nur mit dem Arad von IWI, sondern auch mit allen anderen AR-15-Plattformen im Kaliber 5,56 Millimeter.
Drohnenabwehr in der Felderprobung
Ronen Hamudot, Executive VP of Marketing & Sales bei IWI, beschreibt die Neuerungen so:
Das optimierte Arbel-System verbessert nicht nur die Fähigkeit der Soldaten an vorderster Front, Bedrohungen aus der Luft mit ihrer persönlichen Waffe zu neutralisieren, sondern erhöht auch die Präzision und Effizienz unseres leichten Maschinengewehrs Negev erheblich— Ronen Hamudot, Executive VP of Marketing & Sales bei IWI
Das Arbel-basierte Arad stellt einen Durchbruch bei der Drohnenabwehr dar. Es ist in der Lage, Bedrohungen aus der Luft in Echtzeit zu bekämpfen. Das System befindet sich derzeit in der operativen Erprobung im Feldversuch, um seine Wirksamkeit in verschiedenen Kampfumgebungen zu evaluieren. Die genannten Fortschritte verbessern die elementaren Vorteile von Arbel.— Ronen Hamudot, Executive VP of Marketing & Sales bei IWI
An der grundlegenden Funktionsweise der Waffe ändert das Arbel-System nichts: Fällt der Akku aus, funktioniert die Waffe weiterhin normal. Bei aktivierter Sicherung reicht die Spannungsversorgung des Arbel für bis zu 50 Stunden Dauerbetrieb. Das System arbeitet unabhängig von der verwendeten Optik, unterstützt mehrere einsatzspezifische Konfigurationen und erfüllt die höchsten militärischen Standards, darunter MIL-STD-810 für raue Umgebungsbedingungen. Auf IDEX und Enforce Tac zeigt IWI verschiedene Arad-Modelle in den Kalibern 5,56 Millimeter und 7,62 Millimeter, eine neue, leichte Negev-Variante – das Negev-7 ULMG (Ultraleichtes Maschinengewehr) – sowie weitere IWI-Plattformen.
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