Drohnenabwehr im scharfen Schuss: Aselsan führt Flugabwehrsystem Korkut 35 vor
Militärdelegationen aus zwölf Ländern verfolgten, wie das türkische Korkut 35 verschiedene Drohnentypen bekämpfte. Im Fokus der Drohnenabwehr-Vorführung stand auch die Treffgenauigkeit aus der Fahrt.

Bei einer Schießvorführung hat Aselsan gezeigt, was sein mobiles Flugabwehrsystem Korkut 35 in der Drohnenabwehr leistet. Zuschauer waren Militärdelegationen aus zwölf Ländern. Das System nahm unterschiedliche Drohnentypen unter Feuer und bewies seine Schussgenauigkeit auch während der Fahrt.
Kern der Vorführung war die Bekämpfung aktueller Bedrohungen durch Kamikaze- und Kleindrohnen. Nach Herstellerangaben wurden unter einsatznahen Bedingungen mehrere unbemannte Luftfahrzeuge erfolgreich bekämpft – Starrflügel- und Deltaflügeldrohnen ebenso wie Mini- und Mikrodrohnen.
Ausgelegt ist Korkut 35 grundsätzlich gegen ein breites Spektrum an Luftzielen: Es reicht von Drohnen und Hubschraubern über Kampfflugzeuge bis zu Marschflugkörpern und Luft-Boden-Lenkwaffen.
Ein weiteres Szenario galt beweglichen Bodenzielen. Sowohl das Ziel als auch das Flugabwehrsystem, das auf einem 8×8-Radfahrzeug integriert ist, waren dabei in Bewegung. Verdeutlicht werden sollten vor allem Präzision und Streuverhalten der 35-Millimeter-Bewaffnung unter dynamischen Einsatzbedingungen.
Kanonenbasierte Drohnenabwehr als günstigere Option
Aselsan positioniert Korkut 35 als mobile Flugabwehrlösung, die mechanisierte Verbände und kritische Infrastruktur schützen soll. Weil immer mehr kostengünstige Drohnen eingesetzt werden, wird gerade die kanonenbasierte Abwehr wichtiger: Gegenüber teuren Lenkflugkörpern kann sie eine wirtschaftlichere Alternative bieten.
Dass die Demonstration vor internationalen Militärvertretern stattfand, unterstreicht zugleich die Exportambitionen des türkischen Herstellers. Welche Länder beteiligt waren und ob Beschaffungsentscheidungen anstehen, ließ Aselsan offen.
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