Drohnenabwehr: Leonardo DRS erhält Rahmenvertrag mit Obergrenze von 500 Millionen US-Dollar
Die Joint Interagency Task Force 401 will erprobte Technik schneller zu den Truppen bringen. Leonardo DRS darf sich drei Jahre lang um Einzelaufträge für mobile Radare zur Drohnenabwehr bewerben – ein garantiertes Volumen ist damit nicht verbunden.

Ein Rahmenvertrag mit einer Obergrenze von 500 Millionen US-Dollar (446 Millionen Euro) soll Beschaffung und Verfügbarkeit beschleunigen: Vergeben hat ihn die Joint Interagency Task Force 401 (JIATF-401) an das US-Unternehmen Leonardo DRS. Es geht vor allem um mobile Radarsysteme für die Drohnenabwehr und den Schutz militärischer Kräfte.
Mit einer Laufzeit von drei Jahren soll der Vertrag dafür sorgen, dass erprobte Technologien der Drohnenabwehr (C-UAS) schneller bereitstehen. Für Leonardo DRS eröffnet er die Möglichkeit, sich um künftige Einzelaufträge zu bewerben. Geliefert werden sollen integrierte Sensorlösungen, vor allem zur Überwachung des unteren Luftraums und zum Schutz eingesetzter Truppen.
Zu beachten ist: Bei den 500 Millionen US-Dollar handelt es sich um den maximalen Rahmen des Vertrags, nicht um ein bereits garantiertes Auftragsvolumen.
Radare für mobile Drohnenabwehr
Über seine Geschäftseinheit RADA Technologies bietet Leonardo DRS ein breites Spektrum militärischer Radarsysteme an. Eingesetzt werden diese etwa in der Drohnenabwehr, bei der Erkennung von Bedrohungen durch Raketen, Artillerie und Mörser sowie in der bodengebundenen Luftverteidigung auf kurze Distanz.
Aufgabe der Systeme ist es, Bedrohungen früh zu erkennen und zu verfolgen sowie die passenden Lageinformationen zu liefern. Im Vordergrund stehen mobile Lösungen, die sich schnell verlegen und auch unter Einsatzbedingungen zügig in Betrieb nehmen lassen.
John Baylouny, Präsident und CEO von Leonardo DRS, sagt dazu:
„Das heutige Bedrohungsumfeld verändert sich schneller als je zuvor. Unsere Kunden benötigen bewährte Fähigkeiten, die mit operativer Geschwindigkeit bereitgestellt werden”— John Baylouny, Präsident und CEO von Leonardo DRS
Einzelaufträge statt langer Verfahren
JIATF-401 will mit dem Rahmenvertrag erreichen, dass bereits erprobte Technologien zur Drohnenabwehr die Einsatzkräfte schneller erreichen. Langwierige Beschaffungsverfahren sollen entfallen; stattdessen lassen sich konkrete Fähigkeiten je nach Bedarf über Einzelaufträge bereitstellen.
Auf die Einsatzerfahrung der eigenen Systeme verweist Max Cohen, der bei Leonardo DRS die Geschäftseinheit RADA Technologies leitet:
„Unsere Radarsysteme zur Drohnenabwehr und Luftverteidigung haben ihre Leistungsfähigkeit bei der Erkennung und Verfolgung von Bedrohungen sowie beim Schutz von Streitkräften unter Einsatzbedingungen bewiesen.”— Max Cohen, Leiter der Geschäftseinheit RADA Technologies bei Leonardo DRS
Nach eigener Einschätzung kann Leonardo DRS damit kurzfristig einsatzbereite Radarlösungen liefern. Ob tatsächlich Lieferaufträge folgen und welchen Umfang sie haben, entscheidet sich im Lauf der dreijährigen Vertragslaufzeit.
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