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Counter-UAS

Drohnenabwehr-Munition: SwissP Defence ergänzt Shatter4K um .300 Blackout und .50 BMG

Zwei neue Kaliber für die Munitionsfamilie aus Thun: Auf der Eurosatory 2026 zeigt SwissP Defence erstmals Shatter4K-Varianten für kompakte und schwere Waffen. Die Drohnenabwehr-Patronen zerlegen sich nach dem Lauf in vier Teilprojektile.

Shatter4K ammunition for drone defense
© SwissP Defence

Shatter4K, die eigens für die Drohnenabwehr entwickelte Munitionsfamilie des Schweizer Herstellers SwissP Defence, gibt es künftig auch in den Kalibern .300 Blackout (.300 BLK) und 12,7 x 99 Millimeter NATO (.50 BMG). Ihre Premiere haben die neuen Varianten auf der Eurosatory 2026 in Paris. Sie ergänzen die bereits erhältlichen Ausführungen in den NATO-Kalibern 5,56 x 45 Millimeter und 7,62 x 51 Millimeter.

Weltweit wächst die Nachfrage nach sofort verfügbaren, skalierbaren Mitteln gegen kleine und mittlere Drohnen – darauf antwortet das Unternehmen mit der Erweiterung. Shatter4K entstand am Firmensitz in Thun und stützt sich auf mehr als 160 Jahre Schweizer Erfahrung in der Entwicklung von Munition.

Vier Teilprojektile für die Drohnenabwehr

Kern der Munition ist ein Mehrprojektil-Konzept: Hat das Geschoss den Lauf verlassen, teilt es sich kontrolliert in vier Teilprojektile auf. Gegen kleine, schnelle und schwer zu bekämpfende Luftziele erhöht das die Trefferwahrscheinlichkeit deutlich; das Risiko von Kollateralschäden soll zugleich sinken.

Zielgruppe der neuen .300-BLK-Version sind vor allem Spezialkräfte und Anwender kompakter Waffensysteme, die auf kurze und mittlere Distanzen eine leistungsfähige Lösung gegen Drohnen brauchen. Die .50-BMG-Variante wiederum erschließt schweren Waffenplattformen neue Einsatzmöglichkeiten: Sie sollen Drohnen künftig auch auf deutlich größere Entfernungen bekämpfen können.

Die Bedrohung durch Drohnen entwickelt sich ständig weiter und umfasst mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Zieltypen und Einsatzszenarien— Hannes Hauri, CEO von SwissP Defence

Laut Hauri geht es darum, Anwendern unabhängig von der jeweiligen Waffenplattform eine sofort verfügbare, praxistaugliche Lösung für die moderne Drohnenabwehr zur Verfügung zu stellen.

Genau wie die bisherigen Shatter4K-Patronen lassen sich auch die neuen Kaliber ohne Änderungen aus Standardwaffen verschießen. Die kontrollierte Streuung der Teilprojektile soll gerade gegen schnell bewegliche Luftziele Vorteile bringen und das ballistische Verhalten dennoch vorhersehbar halten.

Für Streitkräfte, Sicherheitsbehörden und Spezialkräfte bietet SwissP Defence damit nun ein breites Spektrum kinetischer Lösungen zur Drohnenabwehr (C-UAS) an. Die Erfahrungen aus der Ukraine und aus weiteren aktuellen Konflikten zeigen, dass es zunehmend wichtiger wird, kostengünstige Drohnen mit ebenso kosteneffizienten Mitteln zu bekämpfen.

Fotocredits

© SwissP Defence
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