Drohnenabwehr: Niederländisches Verteidigungsministerium startet „Counter Strikedrone Challenge”
Gesucht sind keine bestimmten Produkte, sondern Lösungen, die im Einsatz funktionieren: Mit der „Counter Strikedrone Challenge” holt das niederländische Verteidigungsministerium die Industrie zur Drohnenabwehr ins Boot – und will feindliche Drohnen schon über gegnerischem Gebiet ausschalten.

Für die Drohnenabwehr setzt das niederländische Verteidigungsministerium auf die Industrie und fordert sie auf, Schutzlösungen gegen Drohnen zu entwickeln. Wer als Unternehmen eine gute Idee hat oder ein brauchbares Produkt anbieten kann, kann sich ab sofort offiziell zur sogenannten „Counter Strikedrone Challenge” anmelden.
Maßstab für die eingereichten Vorschläge ist ein klar definiertes operatives Ziel der niederländischen Streitkräfte. Gefragt ist demnach kein bestimmter Produkttyp, sondern was sich in der Praxis bewährt – etwa neue Verfahren, mit denen sich Drohnen erkennen, identifizieren oder kampfunfähig machen lassen.
Ein Aspekt sticht dabei hervor: Im Mittelpunkt der Challenge steht, eine feindliche Drohne möglichst rasch außer Betrieb zu setzen – selbst dann, wenn sie sich noch über feindlichem Gebiet befindet. Das Ministerium will also nicht abwarten, bis eine solche Drohne den Luftraum über den Niederlanden oder über einem Verbündeten erreicht.

Der Innovationswettbewerb soll helfen, bereits am Markt verfügbare Lösungen rascher aufzuspüren und in den Einsatz zu bringen. Unternehmen mit einem überzeugenden Plan dürfen mit einer dauerhaften Kooperation mit dem Verteidigungsministerium rechnen, das gemeinsam mit ihnen eine langfristige Partnerschaft zur gemeinsamen Weiterentwicklung aufbauen will.
Drohnenabwehr über Defport und Mindbases
Als Mitorganisator der Challenge fungiert Defport, eine öffentlich-private Plattform der Ministerien für Verteidigung und Wirtschaft. Regierung, Industrie, Finanz- und Wissensinstitute kooperieren dort eng miteinander und beraten unter anderem darüber, wie sich innovative Produkte schneller entwickeln und finanzieren lassen.
Diese Kooperation will das Verteidigungsministerium weiter ausbauen. Zusätzlich zur Challenge entstehen deshalb sogenannte Mindbases – Treffpunkte für das Ministerium und Unternehmen. Außerdem wird mit der niederländischen Behörde für Unternehmertum (RVO) eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die Unternehmen die Zusammenarbeit erleichtern soll.
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© Mediacentrum DefensieWeiterlesen

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