Drohnenabwehr an der NATO-Ostflanke: Origin und Anduril wollen Blaze in Lattice integrieren
Ein Memorandum of Understanding bringt das lettische Unternehmen Origin und Anduril zusammen: Das Abfangsystem Blaze soll in die Plattform Lattice eingebunden werden – als Baustein einer vernetzten Drohnenabwehr für die NATO-Ostflanke.

Eine vernetzte Drohnenabwehr für die NATO-Ostflanke ist das Ziel einer neuen Partnerschaft: Das lettische Unternehmen Origin und der US-Rüstungstechnologiekonzern Anduril haben dafür ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.
Kern der Vereinbarung ist die mögliche Einbindung von Blaze, dem autonomen Abfangsystem von Origin, in Lattice, die sensoragnostische Führungs- und Informationsplattform von Anduril. Drohnenabwehrsysteme, Radare und weitere Sensoren sollen auf diese Weise auf einer gemeinsamen Ebene zusammenlaufen.
Daten unterschiedlicher Sensoren und unbemannter Systeme werden von Lattice verarbeitet und den Bedienern als gemeinsames Lagebild bereitgestellt. Für Blaze eröffnet das die Möglichkeit, als Abfangkomponente Teil einer umfassenderen, mehrschichtigen Luftverteidigung zu werden.
Drohnenabwehr im Praxistest: Erprobung in Lettland
In Lettland wollen Origin und Anduril die kombinierten Systeme gemeinsam testen, demonstrieren und validieren. Vorgesehen sind dabei auch die Entwicklung von Einsatzkonzepten, der Austausch von Daten und eine Bewertung der Wirksamkeit in unterschiedlichen Drohnenabwehrszenarien.
Zustande kam die Vereinbarung während einer lettischen Wirtschaftsdelegation in den USA. Die lettische Investitions- und Entwicklungsagentur LIAA hatte die Reise anlässlich des offiziellen USA-Besuchs von Präsident Edgars Rinkēvičs organisiert.
Aus lettischer Sicht ist die Kooperation ein Schritt, eigene Verteidigungstechnologien mit US-Systemen zu verknüpfen und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit kleinere NATO-Staaten besser in die Lage versetzen, ihren Luftraum gegen wachsende Drohnenbedrohungen zu schützen.
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