Drohnenabwehr im rauen Klima: Rheinmetall zeigt C-sUAS-Fähigkeiten bei GBAD Demo Days in Finnland
Von schnellen Jet-Drohnen bis zu schwer detektierbaren Quadcoptern: In Lohtaja trat Rheinmetall Air Defence unter rauen Bedingungen gegen ein breites Zielspektrum an. Im Fokus der Drohnenabwehr standen der neue Skyspotter und der Systemverbund Skymaster.

Zu den GBAD Demo Days hatten die finnischen Streitkräfte Ende 2025 in die abgelegene Waldregion von Lohtaja geladen, um modernste Technologien der bodengebundenen Luftverteidigung zu zeigen. Mit dabei war Rheinmetall Air Defence: Das Unternehmen stellte sein Know-how in Drohnenabwehr (Counter-UAS) und der Abwehr kleiner Drohnen (C-sUAS) unter realen Einsatzbedingungen unter Beweis – bei einem harschen Klima, das den Systemen alles abverlangte.
Als Ziele standen Drohnen in großer Bandbreite zur Verfügung, angefangen bei schnellen Jet-Drohnen bis zu kleinen Quadcoptern, die schwer zu detektieren sind.
Rheinmetall selbst richtete den Blick vor allem auf den neuen Skyspotter. Entwickelt wurde das System eigens zum Schutz kritischer Infrastruktur: Es erkennt kleine bis mittlere unbemannte Luftfahrzeuge und wehrt sie ab. Nach Darstellung des Unternehmens überzeugte die Plattform mit „hoher Zielgenauigkeit, schneller Reaktionsfähigkeit und robuster Performance – selbst unter den anspruchsvollen Bedingungen Nordfinnlands”.
Drohnenabwehr im Verbund: Sensoren, Führung und Effektoren
Seine gesamte Bandbreite bei Sensorintegration, Systemverbund und Effektorenmix zeigte Rheinmetall bei den Demo Days. Im Zentrum stand das Skymaster-System für Führung und Steuerung (C2): Gemeinsam mit einer rasch verlegbaren Multisensoreinheit auf einem Rheinmetall-HX-Lkw lieferte es ein vollständiges lokales Luftlagebild. Hinzu kamen abgesetzte Funkpeiler sowie ein geschützter, dezentraler C2-Shelter, der dem Bedienpersonal ein Höchstmaß an Sicherheit bieten soll.
Aufgebaut sind die Systeme modular; sie sind vollständig interoperabel und lassen sich je nach Bedrohungslage ausbauen. Dank offener Architektur können verschiedenste Sensoren und Effektoren eingebunden werden, von gerichteten Störsendern und Abfangdrohnen bis zur Revolver Gun 30 Millimeter, deren KETF-Munition sich speziell zur Drohnenbekämpfung eignet.
Oliver Dürr, Divisionsleiter Electronic Solutions, zog Bilanz: „Die GBAD Demo Days 2025 haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig partnerschaftliche Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung moderner Luftverteidigungsfähigkeiten ist. Unser Dank gilt den finnischen Streitkräften für die Einladung und die hervorragende Kooperation sowie unseren Industriepartnern und unserem finnischen Partner Oy Telva. Deren Engagement und Expertise haben maßgeblich dazu beigetragen, die Leistungsfähigkeit unserer Systeme unter realistischen Bedingungen erfolgreich zu demonstrieren”.
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