Zum Inhalt springen
Counter-UAS

Drohnenabwehr in Russland: Waffenturm LPD-2000 von Laboratorija PPSch

Maschinengewehre, Laser und Störsender auf einem stabilisierten Turm: Mit dem LPD-2000 aus St. Petersburg kommt in Russland ein neues System für die mobile Drohnenabwehr, das auch vollautomatisch wirken können soll.

New drone defense tower
© Laboratorija PPSch

Für die mobile Drohnenabwehr ist in Russland ein neuer Waffenturm entstanden. Hersteller des Systems ist Laboratorija PPSch mit Sitz in St. Petersburg; seine Aufgabe ist die Bekämpfung von Drohnen.

Das System trägt die Bezeichnung LPD-2000. Seine einzelnen Komponenten nutzt der Entwickler schon seit Längerem, bisher allerdings auf manuell gerichteten Plattformen. Neu ist die Integration in einen stabilisierten Waffenturm, den man laut Hersteller halb- oder vollautomatisch betreiben kann.

Neuer Drohnenabwehrturm
Das Visiersystem Krechet liefert dem Bediener rund um die Uhr ein elektrooptisches oder Infrarotbild. · © Laboratorija PPSch

Zentrales Element ist das Visiersystem LPK-101 Krechet, das nach Wahl ein elektrooptisches oder ein Infrarotbild liefert. Über eine f/1.0-Optik mit 55 Millimeter Brennweite erhält der Bediener ein Sichtfeld von 7,9 × 6,3 Grad.

Hinzu kommt ein kleines Rundsuchradar, das Ziele automatisch erkennt. Damit lassen sich Ziele tagsüber, nachts und auch bei schlechter Sicht erfassen und identifizieren.

Neuer Drohnenabwehrturm
Das System wird auf Pick-ups montiert und kommt bei mobilen Drohnenabwehr-Feuergruppen zum Einsatz. · © Laboratorija PPSch

Hard Kill und Soft Kill für die Drohnenabwehr

Auf dem Turm finden mehrere Waffensysteme Platz. Ins Auge fallen vor allem zwei 12,7-Millimeter-Maschinengewehre aus den Serien PKM, NSV-12,7 Utes und Kord. Neben diesem Hard-Kill-System gibt es Soft-Kill-Komponenten: eine Laseranlage, die optische Sensoren von Drohnen schädigen oder zerstören soll, und einen gerichteten Störsender, der Steuerkanäle und Satellitennavigation blockiert.

Als Reichweite nennt der Hersteller 2.000 Meter. Ins Visier nehmen soll das System in erster Linie kleine und mittlere FPV-Drohnen (FPV: Sicht aus der Ich-Perspektive, First-Person View), niedrig fliegende Aufklärungsdrohnen und andere unbemannte Luftfahrzeuge, wie sie im aktuellen Fernwaffenkrieg zum Einsatz kommen.

Nach Herstellerangaben kann das System bei einer Bedrohung auch ohne ständige menschliche Bedienung selbst Alarm geben. Bekämpft wird das Ziel dann entweder halbautomatisch, wenn ein Bediener freigibt, oder vollautomatisch – auf Basis von Radarerfassung, Zielidentifikation und dem darauf folgenden Waffeneinsatz.

Fotocredits

© Laboratorija PPSch
Werbung336 × 280
Perimeter Protection 2027 – Jetzt Ticket sichern! 19.–21. Januar 2027, Nürnberg (incontent)

Weiterlesen

Die Woche der unbemannten Systeme.