Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz: Oberstarzt Roland Schwab folgt auf Generalarzt Jens Diehm
Mit einem feierlichen Appell am 3. Februar hat das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz einen neuen Kommandeur und Ärztlichen Direktor bekommen. Der Nachfolger von Generalarzt Jens Diehm kennt das Haus seit seiner Zeit als Assistenzarzt.

Das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz steht unter neuer Führung: Bei einem feierlichen Appell am 3. Februar legte Generalarzt Jens Diehm seine beiden Aufgaben – Ärztlicher Direktor sowie Kommandeur des Hauses – in die Hände von Oberstarzt Robert Schwab, der ihm nachfolgt.
Diehm kam 1965 in Weinheim zur Welt, ging 1984 zur Bundeswehr und studierte Medizin an den Universitäten Gießen und Heidelberg. Beeindruckend verlief auch sein militärischer Werdegang: Auf den Dienst als Truppenarzt folgten mehrere Einsätze im Ausland in Krisengebieten sowie Verwendungen in Paris und den USA. 2022, als das Bundeswehrzentralkrankenhaus sein 65. Jubiläum beging, trat er schließlich die Aufgabe als Kommandeur und Ärztlicher Direktor an.
Ein Schwerpunkt seiner Amtszeit war die engere Kooperation mit den Kliniken im Umland, vor allem in der Region Koblenz. Hinzu kamen der Ausbau und die Mitgestaltung des Medizincampus Koblenz, dessen Pilotprojekt in diesem Jahr beginnt. In seiner Rede bei der Zeremonie hielt Diehm fest:
„Wir alle sehen uns mit großen Herausforderungen und Umbrüchen im sicherheitspolitischen Umfeld wie auch in der Gesundheitsversorgung in Deutschland konfrontiert. Diese können nur gemeinsam bewältigt werden, gesamtstaatlich, gesamtgesellschaftlich, auf allen Ebenen. Vom Bund über das Land bis hin zu den Städten und unseren Partnerkliniken vor Ort. Ich danke allen, die in diesem gemeinsamen Sinne dazu beitragen, dies zu erreichen. Sei es in Kooperationen oder auch in dem Campus Koblenz der Universitätsmedizin Mainz.”— Generalarzt Jens Diehm
Neuer Kommandeur am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz
Fremd ist Oberstarzt Roland Schwab dem Krankenhaus nicht – er ist der 20. Kommandeur seit dessen Bestehen. Auf seine Zeit als Assistenzarzt im Jahr 2000 folgten für den erfahrenen Chirurgen hier diverse Verwendungen, bis hin zum Klinikdirektor der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.
Für den musikalischen Rahmen der Zeremonie sorgte das Heeresmusikkorps Koblenz. Generalstabsarzt Johannes Backus, stellvertretender Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Kommandeur Gesundheitseinrichtungen, hatte bis zuletzt selbst das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm geführt. Entsprechend deutlich äußerte er sich zu Bedeutung und Verantwortung eines solchen Hauses:
„Der Kernauftrag eines Militärkrankenhauses im Friedensbetrieb ist die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Sanitätspersonal, um es für Krisen und Krieg einsatzbereit vorzuhalten, um dann unserer ureigensten Bestimmung nachkommen zu können. Dieser Auftrag wird angesichts der sicherheitspolitischen Lage zur Maxime unseres Handelns und ist in den letzten Jahren immer mehr in unser Bewusstsein gerückt.”— Generalstabsarzt Johannes Backus
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