Drohnen-Software: Niederländisches Verteidigungsministerium geht Partnerschaft mit Intelic ein
Staatssekretär Derk Boswijk hat die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet: Intelic soll eine Softwareumgebung aufbauen, die verschiedene unbemannte Systeme gleichzeitig steuert. Geprüft wird zudem eine Prioritätsaktie, um die Drohnen-Software abzusichern.

Eine strategische Partnerschaft verbindet das niederländische Verteidigungsministerium künftig mit Intelic. Aufbauen wird das Technologieunternehmen aus den Niederlanden eine Softwareumgebung, die eigens für die Verteidigung und zusammen mit ihr entwickelt wird. Unterzeichnet hat die Kooperationsvereinbarung kürzlich Staatssekretär Derk Boswijk. Für die Verteidigung ist das ein weiterer Meilenstein im Aktionsplan zur Sicherstellung der Produktionsfähigkeit unbemannter Systeme (APOS). Im Zentrum steht Drohnen-Software, also Software für den Einsatz von Drohnen auf dem Gefechtsfeld.
Mit der entstehenden Umgebung lassen sich verschiedene Typen unbemannter Systeme gleichzeitig steuern. Das Konzept gilt als einzigartig; angewendet wird es bislang nur in der Ukraine – dort aus der Notwendigkeit heraus.
Neu ist auch die Abfolge: Erst entsteht die Software, die Hardware kommt danach. Damit trägt man der hohen Dynamik technologischer Entwicklungen Rechnung, denn heute kann Software entscheidender sein als die Drohnen selbst.

Die Verteidigung misst der Tatsache, dass diese Entwicklung gemeinsam mit einem niederländischen Unternehmen erfolgt, entscheidende Bedeutung bei— Staatssekretär Derk Boswijk
Auf diese Weise sichern wir die Entwicklung sowie den Erhalt von Know-how und Schlüsseltechnologien in den Niederlanden.— Derk Boswijk
Junges Unternehmen mit Aussicht auf eine Schlüsselrolle
Noch ist Intelic ein junges Unternehmen, es hat aber das Potenzial, auf dem Drohnenmarkt zu einem entscheidenden Akteur heranzuwachsen. Deshalb setzt die Verteidigung auf eine langfristige Zusammenarbeit, damit genug Zeit bleibt, die Software zu entwickeln. Fehlte diese langfristige Planungssicherheit, müsste sich Intelic außerhalb der Niederlande oder sogar außerhalb Europas nach Geld umsehen.
Gleichzeitig zahlt die auf Dauer angelegte Partnerschaft auf ein zentrales Ziel der Verteidigung ein: künftig stärker auf langfristige Kooperationen zu bauen. Im Vordergrund steht dann nicht mehr ein einzelnes Produkt, sondern ein konkreter operativer Effekt, der erzielt werden soll.
Drohnen-Software als strategischer Wert: Schutz wird geprüft
Um den strategischen Wert der Zusammenarbeit zu schützen, ergreift die Verteidigung über die Partnerschaft hinaus auch Maßnahmen. Gemeinsam mit dem Finanzministerium klärt sie, ob es sinnvoll ist, eine sogenannte Prioritätsaktie einzuführen. Diesen Prüfprozess will die Verteidigung sorgfältig und mit der gebotenen Umsicht führen.
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