Unbemannte Systeme einfacher bedienen: Quantum Systems setzt auf das Software-Ökosystem Mosaic
Viele Drohnen, viele Bodenstationen, viele Oberflächen: Mit Mosaic will Quantum Systems unbemannte Systeme unterschiedlicher Hersteller unter einer Bedienoberfläche bündeln – offen für Partner, KI-gestützt und vollständig europäisch entwickelt.

Je weiter sich Drohnen und andere unbemannte Systeme verbreiten, desto schwieriger wird es für Streitkräfte, die verschiedensten Plattformen, Sensoren und Softwarelösungen effizient zu betreiben. An diesem Punkt soll Mosaic von Quantum Systems ansetzen: Als zentrale Plattform für Steuerung und Integration soll das Software-Ökosystem die Bedienung komplexer unbemannter Systeme spürbar erleichtern.
Thomas Haber, Director Program & Product bei Quantum Systems, schildert das Problem im Rahmen der „DroneVation & Defence 2026” so: „Heute kommt praktisch jedes System mit einer eigenen Bodenkontrollstation und eigener Software. Für den Operateur wird es dadurch schnell unübersichtlich”. Angestrebt werde laut Haber, dass eine gemeinsame Nutzeroberfläche an die Stelle der vielen verschiedenen Bedienoberflächen tritt.
Quantum Systems versteht Mosaic als modulares Betriebssystem für unbemannte Systeme. Offene Schnittstellen erlauben es, neben eigenen Plattformen auch Systeme von Drittanbietern einzubinden. So können verschiedene Drohnen, Sensoren und Effektoren gemeinsam in einer Mission eingesetzt und aufeinander abgestimmt werden.
Algorithmen planen Missionen und verteilen Aufgaben
Künstlicher Intelligenz kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Algorithmen unterstützen die automatisierte Planung von Missionen, teilen einzelnen Plattformen ihre Aufgaben zu und machen koordinierte Einsätze möglich – bis hin zum Betrieb im Schwarm in komplexen, umkämpften Einsatzumgebungen.
Offene Plattform für unbemannte Systeme
Offenheit und Interoperabilität haben für Quantum Systems besonderes Gewicht. Hard- und Softwarelösungen, über die Streitkräfte oder Industriepartner bereits verfügen, sollen sich ohne tiefgreifende Anpassungen integrieren lassen. Haber dazu: „Die Partner behalten ihre eigene Intelligenz, ihre Algorithmen und ihr geistiges Eigentum. Wir schaffen lediglich die Möglichkeit, diese Fähigkeiten gemeinsam zu nutzen”.
Daneben steht die Anbindung vorhandener Führungs- und Informationssysteme von NATO-Streitkräften und nationalen Organisationen im Fokus. Missionsdaten und Lageinformationen lassen sich auf diese Weise direkt übernehmen und bis hinunter auf die einzelnen Plattformen verarbeiten.
Das Unternehmen sieht darin auch einen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas. Laut Haber sind Software und Produkte von Quantum Systems vollständig in Europa entwickelt und frei von Abhängigkeiten außerhalb Europas. Zugleich soll das offene Ökosystem anderen Unternehmen die Möglichkeit geben, eigene Lösungen einzubringen, ohne die Kontrolle über ihre Technologien abgeben zu müssen.
Mosaic soll damit mehr leisten, als einzelne Drohnen zu vernetzen: Langfristig will Quantum Systems mit dem Ansatz die Basis für ein gemeinsames europäisches Ökosystem unbemannter Systeme legen.
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