Drohnen-Fünfkampf in Csobánka: Ungarns Streitkräfte lassen erstmals Drohnenpiloten antreten
Zwei Tage, mehrere Disziplinen, Piloten aus unterschiedlichen Verbänden: Mit einem Drohnen-Fünfkampf nahe Budapest setzt Ungarn auf Erfahrungsaustausch – und auf die Abwehr unbemannter Systeme.

Zum ersten Mal haben die ungarischen Streitkräfte einen Drohnen-Fünfkampf durchgeführt. Schauplatz war das Übungsgelände in Csobánka nahe Budapest, wo sich Drohnenpiloten mehrerer Verbände in verschiedenen Disziplinen miteinander maßen. Die Unteroffiziersakademie der ungarischen Streitkräfte zeichnete für den zweitägigen Wettbewerb verantwortlich.
Gefördert werden soll durch das Kräftemessen ebenso der Austausch von Erfahrungen unter den Operatoren. Wie wichtig Zusammenarbeit ist, unterstrich Generalmajor Attila Simon, im ungarischen Generalstab verantwortlich für die Drohnenstrategie. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit und Reservisten zusammen. Manche von ihnen hatten das Steuern bei militärischen Weiterbildungen gelernt, andere ihre Praxis mit zivilen Drohnen erworben.

Drohnen-Fünfkampf mit Blick auf die Abwehr
Ebenso hob Simon hervor, welche Rolle die Drohnenabwehr spielt. Der Aufbau eigener Drohnenfähigkeiten allein genüge nicht, auch der Schutz gegen unbemannte Systeme müsse stetig fortentwickelt werden. Auf diesem Gebiet entstünden weltweit fortlaufend neue Technologien.

Ich bitte Sie, die hier gewonnenen Erfahrungen mit in Ihre Verbände zu nehmen und sie möglichst vielen Kameraden weiterzugeben. Entwickeln Sie Ideen, die wir nutzen können, um eine leistungsfähigere Drohnenfähigkeit aufzubauen, mit der wir unser Land und unsere Souveränität schützen können— Generalmajor Attila Simon
Auf dem Programm des ersten Wettkampftages standen unterschiedliche Steuerungsaufgaben. Wer im Hindernisparcours Fehler machte, erhielt 30 Sekunden Zeitstrafe. Im Geschwindigkeitsparcours galt es außerdem, über die Kameras der Drohnen eine Aufschrift zu erkennen. Nachts schloss sich ein Marsch an. Den Abschluss bildete am zweiten Tag ein Schießen zur Drohnenabwehr am Schießplatz Izbég.
Fotocredits
© Hungarian MoD · © Ungarn MoDWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

