Minenabwehr: Frankreich bestellt im Programm Slam-F zwölf weitere Drohnen
Mit zusätzlichen Über- und Unterwasserdrohnen und gecharterten Trägerschiffen will Frankreich seine Minenabwehr vergrößern. Umgesetzt wird Slam-F gemeinsam mit Großbritannien, Belgien und den Niederlanden.

Zwölf weitere Über- und Unterwasserdrohnen hat die DGA, Frankreichs Rüstungsbehörde, im Programm Slam-F für die Minenabwehr geordert. Damit die neuen Systeme die französischen Küstengewässer schützen können, ist darüber hinaus das Chartern von Trägerschiffen geplant.
Gestärkt werden sollen mit dem Auftrag die französischen Fähigkeiten, Minen abzuwehren und unter Wasser einzugreifen. Für die Schifffahrt, für die Bewegungsfreiheit von Seestreitkräften und für den Schutz strategischer Interessen stellen Seeminen nach wie vor eine erhebliche Bedrohung dar. Unbemannte Systeme erlauben es, Minen zu suchen, zu identifizieren und zu neutralisieren, ohne dass Besatzungen direkt in den Gefahrenbereich müssen. Eine größere Flotte soll mit den zusätzlichen Drohnen entstehen, ohne dass dabei eine Fähigkeitslücke auftritt.
Minenabwehr im Verbund: Partner und neue Schiffe
Zwei zentrale Kooperationen tragen Slam-F: Partner Frankreichs bei den Drohnen ist Großbritannien, während die Trägerschiffe aus einer Zusammenarbeit mit Belgien und den Niederlanden hervorgehen.
Nur wenige Staaten verfügen wie Frankreich über umfassende Expertise beim Aufspüren und Beseitigen von Seeminen. Mit den Kooperationen sollen außerdem die strategische Autonomie gestärkt und die Interoperabilität mit Partnern in Europa verbessert werden.
Vorgesehen sind über die zusätzlichen Drohnen hinaus auch neue Basisschiffe für Minentaucher sowie Trägerplattformen für die Systeme der Minenabwehr. Die französische Marine soll damit in die Lage versetzt werden, ihre Fähigkeiten künftig länger und auch fernab des französischen Festlands einzusetzen.
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