Seedrohne Sancar: Havelsan und Yonca-Werft schließen Scharfschussversuche im Marmarameer ab
Im Marmarameer hat die türkische Seedrohne Sancar ihr 12,7-Millimeter-Waffensystem scharf erprobt, im Beisein von Vertretern der türkischen Marine. Im Mittelpunkt des bewaffneten Überwasserschiffs steht das Missionssystem Advent Rota.

Scharfschussversuche im Marmarameer hat Sancar erfolgreich absolviert, ein bewaffnetes unbemanntes Überwasserschiff (AUSV). Entwickelt wurde die Seedrohne gemeinsam vom türkischen Rüstungshersteller Havelsan und der Yonca-Werft.
An den Tests nahmen Vertreter des Kommandos der türkischen Marine teil. Bestätigt wurde dabei, dass Sancar mit seinem stabilisierten 12,7-Millimeter-Waffensystem Ziele präzise bekämpfen kann. Das Waffensystem ist vollständig in Advent Rota integriert und wird über das Gefechtsführungssystem Advent (CMS) gesteuert.
Das Einsatzspektrum des Sancar AUSV ist breit: Es reicht vom Schutz von Basen und Häfen über Aufklärung und Überwachung (ISR) bis zu Minenabwehr sowie Such- und Rettungseinsätzen. Für Echtzeit-Lagebilder und verlässliche Entscheidungsunterstützung in risikoreichen Einsatzgebieten sorgt ein Sensorsystem mit Navigationsradar, AIS, elektrooptischen Kameras, Sonar und einer 360 Grad-Rundumüberwachung.
Advent Rota als Kern der Seedrohne
Herzstück von Sancar ist Advent Rota. Das Missionssystem ist aus Havelsans Gefechtsführungssystem Advent hervorgegangen und wurde eigens für unbemannte Plattformen angepasst. Wie es in einer aktuellen Aussendung heißt, gewährleistet diese Architektur „Interoperabilität mit dem Bestand der türkischen Marine und ermöglicht koordinierte Einsätze zwischen bemannten und unbemannten Plattformen”.
Ausgestattet ist Sancar mit einem ferngesteuerten 12,7-Millimeter-Waffensystem, das in den Scharfschussversuchen validiert wurde. Daneben lässt sich das Boot mit gelenkten Raketen bestücken; Sonar- und Minenabwehrsysteme an Bord dienen der Bekämpfung von Unterwasserbedrohungen.
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