Unterwasserdrohne Blue Whale: Deutsche Marine will System von IAI und Atlas Elektronik rasch einführen
Nach erfolgreichen Tests nennt Marineinspekteur Jan Christian Kaack die Blue Whale „erste Wahl”. Die Unterwasserdrohne könnte zunächst in kleiner Stückzahl kommen – Kaack kritisiert aber, dass Prozesse neue Technik bremsen.

Die Unterwasserdrohne Blue Whale, angeboten von Israel Aerospace Industries (IAI) und Atlas Elektronik, soll nach aktuellen Meldungen möglichst rasch bei der deutschen Marine in Dienst gehen. Für die Seestreitkräfte ist das eine interessante Entwicklung.
Zuletzt hatte Vizeadmiral Jan Christian Kaack, Inspekteur der Marine, das System nach erfolgreichen Tests als „erste Wahl” bezeichnet. Demnach dürften die Ergebnisse der Erprobung über den Erwartungen gelegen haben.
Medienberichten zufolge wird derzeit geprüft, das System einzuführen – unter Umständen vorerst in begrenzter Stückzahl, ehe eine umfassendere Beschaffung folgt. Kaack übt allerdings Kritik: Innovative Technologien blieben trotz positiver Testergebnisse oft im sogenannten „Tal des Todes” hängen, weil bestehende Prozesse eine schnelle Integration verhindern. Er spricht sich deshalb für mehr Eigenverantwortung der Marine aus, auch was die Finanzen betrifft.
Unterwasserdrohne als Ergänzung der U-Boote
Voraussichtlich plant die Marine, insgesamt sechs Large Unmanned Underwater Vehicles (LUUV) einzuführen. Vorgesehen ist, dass diese unbemannten Unterwassersysteme die bemannten U-Boote der Klasse 212 CD ergänzen und in erster Linie Aufklärungsmissionen übernehmen.
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