Drohnenhersteller Baykar: 1,75 Milliarden Euro Exporterlös im Jahr 2024
Rund 90 Prozent seiner Erlöse erzielt Baykar im Ausland. Der türkische Drohnenhersteller hat Bayraktar TB2 und Akinci inzwischen an 35 Länder geliefert – darunter sechs NATO-Mitglieder.

Zufrieden zieht der Drohnenhersteller Baykar Bilanz über das vergangene Jahr: 2024 erwirtschaftete der türkische Spezialist für unbemannte Kampfflugzeuge (UCAV) Erlöse von knapp zwei Milliarden Euro. Auf den Exportmarkt entfallen davon 1,75 Milliarden Euro und damit rund 90 Prozent.
Schon 2023 gehörte das Unternehmen zu den Top 10 der türkischen Exporteure. Damals erreichte es erstmals die Marke von 1,75 Milliarden Euro an Exporterlösen, was einem Drittel aller Verteidigungs- und Luftfahrtexporte der Türkei entsprach. 2024 betrug dieser Anteil 25 Prozent. In einer aktuellen Aussendung betont das Unternehmen, dass es damit „entscheidend dazu beitrug, dass die Türkei ihre Position als weltweit führender UCAV-Exporteur behaupteten konnte”.
Drohnenhersteller mit Kunden in 35 Ländern
Einem Bericht des Center for a New American Security (CNAS) vom September 2024 zufolge entfallen mittlerweile 65 Prozent des weltweiten Exportmarkts für unbemannte Luftfahrzeuge (UAV) auf die Türkei. Den eigenen Marktanteil beziffert Baykar mit rund 60 Prozent.
An 35 Länder hat Baykar seine UCAV Bayraktar TB2 und Bayraktar Akinci bis heute geliefert. Im Einsatz ist die Bayraktar TB2 in 34 Staaten, die Akinci kommt bislang auf zehn Abnehmer. Seit einem Abkommen mit Kroatien vom 19. November 2024 findet sich die Bayraktar TB2 in den Arsenalen von sechs NATO-Mitgliedern und vier EU-Staaten.
Intensiv verlief für Baykar 2024 vor allem das Exportgeschäft:
- Jänner: Bayraktar Akinci an die Vereinigten Arabischen Emirate geliefert,
- Februar: Lieferungen der Bayraktar TB2 nach Rumänien abgeschlossen,
- Frühjahr: Ausfuhren nach Albanien, auf die Malediven, nach Polen und nach Mali,
- Sommer: Lieferungen an strategisch wichtige Partner wie Kenia, Pakistan und Marokko,
- Herbst & Winter: Abkommen mit Kroatien, dazu weitere Lieferungen an Kenia, Aserbaidschan und die VAE.
Fotocredits
© BaykarWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

