Drohnenhersteller Quantum Systems kauft Spleenlab und holt sich KI-Kompetenz für autonome Missionen
Mit Spleenlab holt sich Quantum Systems die Visionairy KI-Suite und Know-how in Edge-Perzeption ins Haus. Der Drohnenhersteller verdreifacht damit sein Software- und KI-Team und will autonomere Missionssysteme liefern.

Hundert Prozent der Spleenlab GmbH gehen an den deutschen Drohnenhersteller Quantum Systems. Der übernommene KI-Spezialist stammt ebenfalls aus Deutschland. Seine Visionairy KI-Suite sowie seine Erfahrung mit Edge-Perzeption werden künftig Teil der Produkte und der Forschung des Käufers.
Ziel ist es, gezielt Missionssysteme mit höherem Autonomiegrad liefern zu können – in der Luft, an Land und auf See.
Strategisch rückt Quantum Systems mit dem Zukauf näher an die Rolle eines Komplettanbieters unbemannter Lösungen, die auf KI setzen. Gestärkt durch zusätzliche Kompetenz bei Software und KI will das Unternehmen Hardware, Software und Künstliche Intelligenz der Spitzenklasse in einem einzigen System vereinen.
Florian Seibel, der Quantum Systems mitgegründet hat und als Co-CEO führt, sagt dazu: „Die Zukunft ist unbemannt. Und sie wird durch die Integration von erstklassiger Hardware mit erstklassiger Software gestaltet. Mit der Übernahme von Spleenlab erweitern wir unsere technologischen Fähigkeiten und erfüllen unser Versprechen”. Er ergänzt: „Die KI-Expertise von Spleenlab hat unsere kampferprobten Plattformen über Jahre hinweg geprägt und verbessert, und wir freuen uns darauf, diese Partnerschaft durch den Beitritt von Spleenlab zur Quantum Systems-Familie weiter auszubauen.”
Was der Drohnenhersteller mit Spleenlab gewinnt
Einen Namen gemacht hat sich Spleenlab mit Machine-Learning-Software einer neuen Generation. Diese liefert eine robuste Wahrnehmung, navigiert auch ohne GPS, erkennt mehrere Objekte zugleich und koordiniert die Autonomie mehrerer Plattformen. Quantum Systems nutzt die Technologie bereits auf eigenen Plattformen, etwa in gemeinsamen Forschungsvorhaben im Auftrag des deutschen Verteidigungsministeriums, weiterer Behörden und mehrerer Streitkräfte.
Stefan Milz, der Spleenlab als Co-CEO leitet, erklärte: „Spleenlab wurde gegründet, um echte Autonomie zu ermöglichen. Nach Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit können wir durch den Zusammenschluss mit Quantum Systems bewährte KI-Fähigkeiten nutzen und sie in großem Maßstab auf Plattformen einsetzen, die in realen Missionen zum Einsatz kommen”.
Im KI-Kompetenzzentrum von Quantum Systems geht das Spleenlab-Team künftig auf, wodurch sich die Belegschaft der Software- und KI-Abteilung verdreifacht. Alle aktuell bei Spleenlab Beschäftigten bleiben an Bord. Am Betrieb in Thüringen und an der strategisch wichtigen Präsenz in Jena ändert sich nichts; auch laufende Kooperationsprogramme und Services rund um das unbemannte Ökosystem werden weitergeführt.
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