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Industry News / Aerial Drones

UVision: Lehren aus Ukraine-Krieg & Expansion

UVision Air, einer der bekanntesten und innovativsten Drohnenhersteller Israels, sprach in einem kurzen Exklusivinterview mit Militär Aktuell über die Bedeutung der Erfahrungen aus dem Russland-Ukraine-Krieg sowie über die internationalen Partnerschaften, die das Unternehmen entwickelt. Für UVision sprach Natalie Deutsch, Leiterin Globales Marketing & Kommunikation.

UVision: Lessons from the War in Ukraine & Expansion
© UVision Air

In Partnerländern und -regionen wie den Vereinigten Staaten, Indien und der EU hat UVision bereits eine Reihe von Produktionsstätten eingerichtet und plant, seine Präsenz auf weitere Länder auszuweiten – insbesondere in Europa. Das israelische Unternehmen ist dafür bekannt, seine Tätigkeiten auf Qualitätsstandards zu stützen, die mit denen der USA und der NATO vergleichbar sind, speziell in Bezug auf Interoperabilität, Unterstützung und optimierte Logistik innerhalb verbündeter Streitkräfte.

Frau Deutsch, wie würden Sie den aktuellen Stand der Beziehungen von UVision zu europäischen Staaten und der Europäischen Union einschätzen – welche Staaten zeigen das größte Interesse an israelischer Militärtechnologie?
UVision pflegt starke und kontinuierliche professionelle Beziehungen zu zahlreichen europäischen Nationen und der Europäischen Union. Viele europäische Länder sind bereits geschätzte Kunden von UVision und integrieren unsere Loitering-Munition-Systeme in ihre Verteidigungsfähigkeiten, um den Herausforderungen moderner Gefechtsfelder zu begegnen.

Wie sehen Sie – auch aus Marktsicht – die Rolle von Drohnen als Waffe der Zukunft angesichts der Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine?
Der Konflikt in der Ukraine hat tatsächlich die entscheidende Rolle von Loitering-Munition und unbemannten Systemen als maßgebliche Faktoren in der modernen Kriegsführung hervorgehoben. Wir beobachten weltweit eine deutliche Verschiebung hin zu diesen Technologien, und UVision steht weiterhin an vorderster Front dieser Entwicklung, indem es kampferprobte, hochpräzise Lösungen bereitstellt, die Kollateralschäden minimieren und gleichzeitig den operativen Missionserfolg sicherstellen.

Welche Pläne hat UVision für die kommenden Jahre in Bezug auf technologische Innovation, Beziehungen zu Partnerunternehmen und Staaten?
Im Rahmen unseres langfristigen strategischen Engagements in der Region hat UVision kürzlich seine Präsenz in Europa durch die Gründung der UVision Europe GmbH mit Sitz in Deutschland erweitert. Dieser Schritt ermöglicht es uns, enger mit unseren europäischen Partnern zusammenzuarbeiten, lokalen Support bereitzustellen und uns weiter in das europäische Verteidigungsökosystem zu integrieren.

Sie hatten kürzlich ein Treffen mit dem moldauischen Botschafter in Israel. Was wurde besprochen, beziehungsweise ist damit zu rechnen, dass wir eine engere Zusammenarbeit zwischen UVision, Israel sowie moldauischen Unternehmen und den moldauischen Streitkräften sehen werden?
In Bezug auf unser jüngstes Treffen mit dem moldauischen Botschafter in Israel, Alexandr Roitman, war der Besuch Teil unseres routinemäßigen Austauschs mit internationalen diplomatischen und verteidigungspolitischen Vertretern. Während wir uns nicht zum konkreten Inhalt solcher Gespräche äußern, sind wir stets offen dafür, mögliche Kooperationen zu prüfen und Partnernationen mit fortschrittlichen technologischen Lösungen zur Stärkung ihrer nationalen Sicherheit zu unterstützen. Was wir derzeit sagen können, ist, dass sich unsere zukünftigen Pläne auf kontinuierliche technologische Innovation, den Ausbau unserer globalen Produktionskapazitäten und die Vertiefung unserer Zusammenarbeit mit strategischen Partnern und verbündeten Nationen weltweit konzentrieren.

Hintergrundinformationen

UVision ist einer der bekanntesten und bedeutendsten israelischen Drohnenhersteller mit internationalen Partnerschaften, die weit über den Nahen Osten hinausgehen. Im Jahr 2021 unterzeichnete das Unternehmen eine Partnerschaft mit Rheinmetall zur Lieferung von Tausenden Drohnen an die NATO. Ein Prozess, der Anfang dieses Jahres begonnen hat.

Zudem hat das Unternehmen mit Hauptsitz im Norden Israels vor Kurzem eine Tochtergesellschaft in München eröffnet. Laut dem Leiter der Niederlassung ist das Ziel, lokales technologisches Potenzial zu entwickeln, mit einem Fokus auf europäische Partnerschaften. Ungarn, einer der wenigen Verbündeten Israels in Europa, ist ein weiterer Staat, der auf die Dienste von Uvision zurückgegriffen hat und seine Bestände mit israelischen Drohnen aufgestockt hat.

Im vergangenen Monat traf sich der moldauische Botschafter in Israel, Alexandr Roitman, mit Vertretern von UVision in der Drohnenfabrik des Unternehmens im Norden Israels. Er machte keine Angaben zu möglichen Partnerschaften zwischen UVision und Moldau, schrieb jedoch auf seiner Facebook-Seite von einer „Fortsetzung des Dialogs über Sicherheits- und Verteidigungsfragen”. Moldau gilt als einer der engsten Verbündeten Israels in Osteuropa und vertritt in internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen häufig pro-israelische Positionen.

Fotocredits

© UVision Air
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