Abfangdrohne Jäger: Quantum Systems zeigt Söder und Blume Drohne mit Feststoffraketenmotor
Vier Kilometer Höhe in 30 Sekunden, Stückkosten unter 10.000 Euro: Beim Besuch der bayerischen Staatsregierung in Gilching informierte Quantum Systems über seine neue Abfangdrohne Jäger/Hunter für den Schutz kritischer Infrastrukturen.

Eine neue Abfangdrohne aus Bayern: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Staatsminister Markus Blume besuchten die Zentrale von Quantum Systems in Gilching bei München. Anlass waren die jüngsten Drohnensichtungen über kritischen Infrastrukturen sowie das erklärte Ziel, Europa durch einen Drohnenwall zu schützen.
Bei dem Termin gewährte Quantum Systems Einblicke in laufende Projekte und stellte eine neue Abfangdrohne zum Schutz kritischer Infrastrukturen vor.
Abfangdrohne Jäger/Hunter im Detail
Wie Quantum Systems dem Online-Portal Hartpunkt mitteilte, hat das Unternehmen die Entwicklung der Jäger-Drohne abgeschlossen.
Äußerlich folgt die Drohne dem weit verbreiteten X-Flügel-Design, die Motorgondeln sitzen wie üblich an den Flügelenden. Neu ist beim Jäger dennoch etwas: Ein kleiner Feststoffraketenmotor verleiht ihm eine überragende Steigleistung.
Gestartet wird rein elektrisch; in rund 100 Metern Höhe zündet dann der Raketenmotor und bringt die Drohne in nur 30 Sekunden auf vier Kilometer. Als maximale Flughöhe nennt der Hersteller fünf Kilometer. Die 2,5 Kilogramm schwere Drohne erreicht zwischen 365 und 405 km/h Höchstgeschwindigkeit und hat eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern.
Das Abfangen selbst ist automatisiert nach dem Hit-to-Kill-Prinzip vorgesehen. Alternativ lässt sich eine Nutzlast von bis zu 800 Gramm mitführen.
Ein Seriensystem müsse kundenspezifische Einsatzgrundsätze berücksichtigen, so Quantum Systems gegenüber Hartpunkt. Bis Jahresende wäre demnach ein Einsatzbetrieb möglich. Pro Stück soll das System weniger als 10.000 Euro kosten.
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