Abfangdrohne Zerov-8: The Fourth Law aus der Ukraine zielt auf Geran-2/Shahed
Bekannt wurde The Fourth Law mit dem Autonomiemodul TFL-1 für FPV-Drohnen. Jetzt folgt eine autonome Abfangdrohne, die Ziele per KI erkennt – mit Angaben zu Tempo, Reichweite und den geplanten Radar-Anbindungen.

Spezialisiert hat sich das ukrainische Unternehmen The Fourth Law auf Roboterautonomie, derzeit klar ausgerichtet auf die Verteidigung der Ukraine gegen den russischen Angriff. Nach dem Autonomiemodul TFL-1 für Drohnen mit Sicht aus der Ich-Perspektive (FPV, First-Person View) hat es nun eine autonome Abfangdrohne entwickelt.
Was die Abfangdrohne leisten soll
Das unbemannte Hochgeschwindigkeits-Luftfahrzeug (UAV) trägt den Namen Zerov-8 und soll in erster Linie Geran-2-/Shahed-Drohnen abfangen. Seine Ziele erkennt das System selbstständig, indem es mittels KI Objektbewegungen, Wärmesignaturen und weitere Parameter analysiert. Bei idealen, kontrastreichen Bedingungen erfasst es Ziele auf bis zu 1.000 Meter, bei schwierigem Wetter auf rund 300 Meter.

Ist ein Ziel erfasst, wird es markiert und stabil verfolgt, ohne dass sich der Flugweg dadurch ändert. Danach legt die Drohne die Anflugrichtung autonom fest.
Ausgestattet ist die Drohne mit einer Tageslicht- oder Wärmebildkamera. Einsatzbereit ist sie binnen 30 Sekunden, sie fliegt bis zu 326 km/h schnell und kommt bis zu 20 Kilometer weit. Integrieren lassen sich Gefechtsköpfe mit bis zu 0,5 Kilogramm Gewicht.

Als nächster Entwicklungsschritt ist die Anbindung an externe Radarsysteme vorgesehen, damit Abfangkurse automatisch berechnet werden. Die Zielkoordinaten soll der Abfangjäger dann etwa von Skyguard-Systemen oder anderen Flugabwehrleitstellen bekommen.
Fotocredits
© The Fourth LawWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

