Drohnenabwehr: Argus Interception will A1-Falke mit digitalem LiDAR von Ouster ausstatten
Drohnenabwehr ohne Zerstörung: Die A1-Falke von Argus Interception fängt unkooperative Drohnen mit einem Netz ein. Eine strategische Partnerschaft mit dem US-Sensorhersteller Ouster soll digitales LiDAR in die Abfangdrohne bringen – vor allem für die Endphase des Abfangs.

Mit digitaler LiDAR-Technologie soll die Netzabfangdrohne A1-Falke künftig noch präziser und zuverlässiger gegen unkooperative Drohnen vorgehen. Dafür haben Argus Interception, ein deutscher Spezialist für Drohnenabwehr, und Ouster, ein Sensorhersteller aus den USA, eine strategische Partnerschaft geschlossen.
Die A1-Falke ist nicht dafür gebaut, feindliche oder unerwünschte Drohnen zu zerstören. Sie fängt sie stattdessen kontrolliert in einem Netz und setzt sie unbeschädigt am Boden ab. So bleiben die Fluggeräte für eine forensische Auswertung erhalten, die womöglich wertvolle Hinweise auf Herkunft, Technik oder Auftraggeber liefert. Radar, eine Tiefenbildkamera und weitere Sensoren arbeiten dabei schon heute zusammen.
Drohnenabwehr im Nahbereich: LiDAR für die Endphase
Als Ergänzung dieser Sensorik liefert Ouster künftig ein digitales LiDAR-System. Dessen 3D-Erfassung mit hoher Auflösung wirkt im Nahbereich: Vor allem in der letzten, entscheidenden Phase des Abfangs sollen sich Ziele damit besser verfolgen und der Fang mit dem Netz weiter optimieren lassen. Relevant ist das besonders für den Schutz kritischer Infrastruktur und für eng bebaute Stadtgebiete, wo kinetische Mittel zur Abwehr oft ausscheiden.
Verantwortungsvolle Maßnahmen zur Abwehr von UAS hängen von zuverlässigen Sensoren und kontrollierbaren Abläufen ab— Dennis Rauscher, Mitgründer und CEO von Argus Interception
Mit Ouster integrieren wir LiDAR-Technologie, die die Präzision und Zuverlässigkeit unserer netzbasierten Abfangfähigkeit weiter stärkt und so die operative Effektivität unserer Kunden in sicherheitskritischen Umgebungen unterstützt.— Dennis Rauscher, Mitgründer und CEO von Argus Interception
Zudem plant Argus, im Rahmen der Zusammenarbeit die jüngste LiDAR-Generation von Ouster, Rev8, zu evaluieren. Zu deren Merkmalen gehören unter anderem native 3D-Farberkennung und mehr Reichweite bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen; die Lage soll sich damit künftig noch umfassender erfassen lassen.
Da unberechenbare Drohnen zunehmend hochentwickelte Bedrohungen für kritische Infrastrukturen und die öffentliche Sicherheit darstellen, ist eine präzise Lageerkennung im Nahbereich von entscheidender Bedeutung— Cyrille Jacquemet, Chief Revenue Officer von Ouster
Durch die Bereitstellung unseres digitalen LiDARs zur Integration in den A1-Falke liefern wir die hochauflösende 3D-Wahrnehmung mit geringer Latenz, die für fortschrittliche UAS-Abwehrmaßnahmen erforderlich ist.— Cyrille Jacquemet, Chief Revenue Officer von Ouster
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