Zum Inhalt springen
Counter-UAS / Aerial Drones

Drohnenabwehr mit Netz: Argus Interception bringt A1-Falke und Falke Nest zur Eurosatory

Nach der ILA Berlin 2026 folgt Paris: Argus Interception stellt dort die nächste Ausbaustufe seiner Drohnenabwehr vor. Neben dem Netz-Interceptor A1-Falke steht das Falke Nest im Fokus, ein automatisierter Shelter für den Bereitschaftsbetrieb rund um die Uhr.

Falke drone in action
© Argus Interception

Die nächste Ausbaustufe seines Portfolios für die Drohnenabwehr (Counter-UAS) zeigt das deutsche Unternehmen Argus Interception auf der Eurosatory in Paris, nachdem es auf der ILA Berlin 2026 erfolgreich Premiere gefeiert hatte. Zwei Systeme stehen im Zentrum: der Netz-Interceptor A1-Falke, den Bundeswehr und Bundespolizei bereits nutzen, und das neue Falke Nest. Letzteres ist ein automatisierter 24/7-Hot-Standby-Shelter, der permanente Bereitschaft ermöglichen soll.

Argus setzt beim A1-Falke bewusst auf nicht-kinetische Wirkung. Unkooperative Drohnen werden kontrolliert mit einem Netz abgefangen und damit sichergestellt, nicht zerstört. Beweismittel bleiben so für eine etwaige forensische Auswertung erhalten, und unerwünschte Sekundäreffekte fallen geringer aus. Das bereits operativ eingesetzte und NSN-gelistete System ist vor allem auf den Schutz kritischer Infrastruktur ausgelegt – etwa von Flughäfen, Häfen und Großveranstaltungen sowie von militärischen und polizeilichen Einrichtungen.

Falke Nest: Drohnenabwehr in Dauerbereitschaft

Erstmals gezeigt wurde das Falke Nest auf der ILA. In dem wettergeschützten, temperaturkontrollierten Shelter bleibt der A1-Falke rund um die Uhr startklar; zentrale Abläufe vom Start bis zur Rückführung des Interceptors laufen automatisiert. Einsetzen lässt sich das System stationär wie mobil, außerdem kann es in vorhandene Sensor-, Detektions- und Führungsinfrastrukturen eingebunden werden.

Bewusst bleibt der Mensch dabei in den Entscheidungsprozess eingebunden: Der Interceptor startet erst, wenn ein Operator ein erkanntes und klassifiziertes Ziel freigegeben hat. Mit diesem Human-in-the-Loop-Ansatz soll die Reaktion verhältnismäßig und kontrolliert bleiben, während sich die Reaktionszeiten zugleich deutlich verkürzen.

Streitkräfte, Sicherheitsbehörden und Betreiber kritischer Infrastruktur zeigten laut Unternehmen vor allem am Falke Nest großes Interesse. Automatisierte Bereitschaftslösungen, die sensible Einrichtungen dauerhaft schützen, seien zunehmend gefragt.

In Paris stellt Argus nun sein Konzept einer integrierten Counter-UAS-Wirkkette vor, die von Detektion und Klassifizierung bis zur kontrollierten Intervention reicht.

Moderne Counter-UAS-Operationen erfordern mehr als ein einzelnes Produkt. Sie erfordern eine integrierte Wirkkette: zuverlässige Detektion, Klassifizierung, klare Entscheidungslogik und kontrollierte Intervention— Dennis Rauscher, Mitgründer und CEO von ARGUS Interception

Rauscher zufolge hat die Resonanz auf der ILA bestätigt, dass international die Nachfrage nach „verantwortungsvollen, kontrollierten Counter-UAS-Fähigkeiten“ steigt. A1-Falke und Falke Nest verbänden „im operativen Einsatz bewährte netzbasierte Interception mit dauerhafter Bereitschaft“.

Entwickelt und produziert werden die Systeme von ARGUS ausschließlich in Deutschland. Derzeit erweitert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten und internationalen Partnerschaften, um der steigenden Nachfrage im Sicherheits- und Verteidigungsbereich nachzukommen.

Fotocredits

© Argus Interception
Werbung336 × 280
Perimeter Protection 2027 – Jetzt Ticket sichern! 19.–21. Januar 2027, Nürnberg (incontent)

Weiterlesen

Die Woche der unbemannten Systeme.