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Counter-UAS

Drohnenabwehr aus einer Hand: EOS schließt Übernahme des MARSS-Verteidigungsgeschäfts ab

Effektoren treffen auf KI-gestützte Führung: Nach der abgeschlossenen Übernahme bindet Electro Optic Systems die Plattform NiDAR von MARSS ein. Das Ziel ist eine Drohnenabwehr von der ersten Erkennung bis zur Bekämpfung – bei unveränderter Marke und Führung von MARSS.

EOS Slinger
© EOS

Das Verteidigungsgeschäft von MARSS gehört nun zu Electro Optic Systems (EOS), die Übernahme ist erfolgreich abgeschlossen. EOS führt damit die eigenen Wirksysteme mit der KI-gestützten, in der Praxis erprobten Command-and-Control-Technologie von MARSS zusammen und tritt künftig als weltweiter Anbieter integrierter Lösungen für die Drohnenabwehr auf.

Neu ist die Verbindung der beiden Firmen nicht: Seit mehreren Jahren arbeiten sie in einer langjährigen Partnerschaft zusammen, etwa bei Programmen zur Drohnenabwehr (Counter-UAS) und zur Sicherheit in verschiedenen Einsatzräumen rund um den Globus. Aus Unternehmenssicht stellt die Eingliederung von MARSS in die EOS-Gruppe daher einen „logischen nächsten Schritt” dar. Sie „vereint die technologische Tiefe, Reichweite und Skalierungsfähigkeit von EOS mit den einsatzerprobten Lösungen von MARSS”.

Kunden sollen vor allem von mehr Integration und weniger Komplexität profitieren. Erkennen und Identifizieren, Entscheidungsunterstützung und schließlich die Bekämpfung einer Bedrohung – diese vollständige Fähigkeit liefert jetzt ein einziges Unternehmen. Es trägt zugleich die Verantwortung für das gesamte System und kann es vom einzelnen Standort bis zum landesweiten Programm hochskalieren.

NiDAR als Kern der Drohnenabwehr

Herzstück des Deals ist NiDAR, die KI-gestützte Plattform von MARSS für Command-and-Control und Sensor-Fusion. Über alle Domänen hinweg – Luft, Land, Wasseroberfläche und Unterwasser – liefert sie ein umfassendes Lagebild, erkennt und identifiziert Bedrohungen und hilft bei der Entscheidungsfindung. Informationen aus den verschiedensten Quellen verdichtet NiDAR zu einem einheitlichen, klaren Lagebild, sodass Bediener rascher und besser begründet entscheiden können.

Weil die Architektur offen und modular ist, kann die Plattform außerdem mit vorhandenen Sensoren, Effektoren und Führungssystemen ebenso wie mit Produkten von Drittanbietern verbunden werden. Kunden müssen ihre bestehenden Systeme also nicht komplett erneuern, ihre bisherigen Investitionen bleiben geschützt.

Auch die Anti-Drohnen-Lösungen von EOS werden in NiDAR eingebunden, darunter mehrere ferngesteuerte Waffensysteme und die neuen Hochenergie-Laserwaffensysteme des Unternehmens. Laut Aussendung entsteht so eine „durchgängige, nahtlose Fähigkeit aus einer Hand, die Kunden von der ersten Erkennung einer Bedrohung bis zu deren Bekämpfung begleitet – unabhängig davon, ob es sich um eine einzelne Drohne oder um einen koordinierten Drohnenschwarm handelt”.

Die Integration von MARSS in EOS verändert grundlegend, was wir unseren Kunden anbieten können. Wir entwickeln uns von einem Anbieter erstklassiger Effektoren zu einem Unternehmen, das vollständige, KI-gestützte Gegen-Drohnen-Systeme entwickelt, integriert und aus einer Hand unterstützt.— Andreas Schwer, Managing Director und Chief Executive Officer von EOS

Schwer fügte hinzu: „NiDAR hat sich unter einigen der anspruchsvollsten Einsatzbedingungen weltweit bewährt. Die Kombination dieser Plattform mit unseren ferngesteuerten Waffensystemen und unserer Hochenergie-Lasertechnologie ermöglicht Kunden eine mehrschichtige und intelligente Reaktion auf Drohnenbedrohungen in sämtlichen Domänen. Wir freuen uns sehr, das MARSS-Team bei EOS willkommen zu heißen und unsere gemeinsamen Stärken auf der Eurosatory zu präsentieren.”

Ich bin stolz auf das, was das MARSS-Team mit NiDAR aufgebaut hat, und auf das Vertrauen, das unsere Kunden in uns setzen, wenn es um den Schutz ihrer kritischsten Infrastrukturen und Einrichtungen geht. Der Zusammenschluss mit EOS ist ein bedeutender Schritt, der nichts an unserer Identität verändert: dasselbe Team, derselbe Fokus und dasselbe Engagement für unsere Kunden – nun jedoch mit der Stärke einer global agierenden Unternehmensgruppe im Rücken.— Johannes Pinl, Gründer und Chief Executive Officer von MARSS

Bestehende Kunden und Partner von MARSS müssen sich auf keine Änderungen einstellen. Der Auftritt erfolgt weiterhin unter dem Namen „MARSS, an EOS Company”, und auch Gründer und CEO Johannes Pinl sowie das bisherige Management-Team behalten ihre Funktionen.

Fotocredits

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