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Counter-UAS

Drohnenabwehr per Laser: Bundeswehr erprobt Fastlight Shield von Inleap Photonics

Sechs Monate lang soll sich auf Übungsplätzen der Bundeswehr zeigen, ob Laserstrahllenkung aus der Industrie gegen einzelne Drohnen und ganze Schwärme taugt. Für die Drohnenabwehr im Projekt „Laserdome“ arbeitet der Cyber Innovation Hub mit Inleap Photonics zusammen.

Im Shelter der Bedienzentrale
© INLEAP Photonics

Zu den größten Herausforderungen moderner Streitkräfte zählen Drohnen, vor allem in Form von Drohnenschwärmen. Eine neue laserbasierte Lösung für die Drohnenabwehr will der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr daher zusammen mit dem deutschen Unternehmen Inleap Photonics unter realen Einsatzbedingungen testen. Im April beginnt dazu im Innovationsvorhaben „Laserdome“ eine Testkampagne, die auf sechs Monate ausgelegt ist.

Getestet wird das System Inleap Fastlight Shield. Es beruht auf einer Technologie zur Laserstrahllenkung, die aus der Industrie kommt, und soll Drohnen präzise, effizient und augensicher bekämpfen. Schauplatz der Erprobung sind Übungsplätze der Bundeswehr, Soldatinnen und Soldaten begleiten sie. Vorgesehen sind nicht nur Funktionstests, sondern auch Anpassungen am System, damit sich seine Leistungsfähigkeit unter realistischen Einsatzbedingungen bewerten lässt.

Nachweisen soll die Versuchsreihe, dass einzelne Drohnen ebenso wie Drohnenschwärme wirksam abgewehrt werden können. Auf lange Sicht wäre ein Einsatz des Systems zum Schutz mobiler Einrichtungen und sogenannter Hochwertziele der Bundeswehr denkbar.

Laserstrahllenkung aus der Industrie für die Drohnenabwehr

Fastlight Shield greift laut Inleap Photonics auf eine ultraschnelle Laserstrahllenkung zurück, die bisher in erster Linie in industriellen Anwendungen zum Einsatz kommt. Versprochen wird eine kosteneffiziente, skalierbare Alternative zu vorhandenen Lösungen der Drohnenabwehr (Counter-UAS), die oft teuer oder in sensiblen Umgebungen nur bedingt einsetzbar seien.

Gruppenfoto
Von links nach rechts: Marius Lammers (Ceo Inleap Photonics GmbH), Nikolai German (Innovation Manager beim Cyber Innovation Hub), Felix Wellmann (CTO Inleap Photonics GmbH), Robert Hoffmann (Projektleiter beim Cyber Innovation Hub) vor dem Effektor Inleap Fastlight Shield. · © INLEAP Photonics
Für uns ist die Versuchsreihe ein wichtiger Schritt, um unsere Technologie im sicherheitsrelevanten Kontext unter Beweis zu stellen— Dr. Marius Lammers, CEO und Mitgründer von Inleap Photonics

Entstanden sei die Technologie aus mehr als zehn Jahren Erfahrung in der industriellen Lasersystemtechnik, so Lammers. Nun solle sie belegen, dass sie sich auch im militärischen Umfeld präzise, zuverlässig und verantwortungsvoll nutzen lasse.

Großes Potenzial sieht man in dem Projekt auch beim Cyber Innovation Hub. Projektleiter Robert Hoffmann hebt hervor:

Im Innovationsvorhaben ,Laserdome’ geht es um die Nutzung mobiler Laser zum Schutz von Hochwertzielen. Wir suchen gezielt nach innovativen Lösungen, die reale operative Herausforderungen adressieren.— Robert Hoffmann, Projektleiter Cyber Innovation Hub

Am Ende der sechsmonatigen Erprobungsphase steht eine Systemdemonstration, bei der sich Vertreter der Bundeswehr vor Ort ein Bild von den Ergebnissen machen können. Bewährt sich das System, könnte das den Weg dafür ebnen, die Technologie später in der Truppe einzuführen.

Fotocredits

© INLEAP Photonics
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