Drohnenabwehr per Laser: Inleap Photonics startet mit Inleap Fastlight Shield
Licht statt Munition: Das neue deutsche Unternehmen Inleap Photonics will mit Inleap Fastlight Shield Drohnen in Sekundenbruchteilen neutralisieren. Eine vom High-Tech Gründerfonds angeführte Finanzierungsrunde soll dem Markteintritt und der Skalierung der Drohnenabwehr mehr Tempo geben.

Laserbasierte Drohnenabwehr ist das Feld, in dem sich Inleap Photonics als neues deutsches Unternehmen der Verteidigungstechnologie positioniert. Mit Inleap Fastlight Shield komme eine „marktreife, augensichere und kosteneffiziente Lösung auf den Markt, die Menschen, kritische Infrastrukturen sowie sicherheitsrelevante Einrichtungen vor unbemannten Luftfahrzeugen schützen soll”, hebt das Unternehmen in seiner jüngsten Aussendung hervor.
Grundlage ist Inleap Fastlight, eine industrielle Hochpräzisionslösung: Laserstrahlen sollen sich damit bis zu 2.500-mal schneller steuern lassen als mit herkömmlichen Systemen. Gedacht war die Technologie zunächst für Anwendungen wie die Batteriezellenproduktion oder die Additive Fertigung. Daraus hat das Unternehmen ein integriertes System zur Abwehr von Drohnen weiterentwickelt.

Laut Aussendung trifft ein extrem kleiner, hochenergetischer Lichtfleck Schwachstellen, die gezielt identifiziert wurden, wodurch die Drohne binnen Sekundenbruchteilen neutralisiert wird. Für die Analyse der Zielpunkte kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz. Munition braucht das mobile System nicht; besonders geeignet sein soll es zum Schutz sensibler Infrastruktur und urbaner Räume.
Den Markteintritt im Sicherheits- und Verteidigungsumfeld sowie die Skalierung soll nun eine Finanzierungsrunde beschleunigen. Angeführt hat sie der High-Tech Gründerfonds; beteiligt waren außerdem Ventis Capital und eine Reihe privater Investoren.
Augensichere Drohnenabwehr für urbane Gebiete
Den Bedarf begründet der Chief Executive Officer Marius Lammers mit den Rahmenbedingungen:
Die sicherheitspolitischen und technischen Rahmenbedingungen sind herausfordernd: Drohnen stehen vergleichsweise kostengünstig zur Verfügung und sind leistungsfähige Flugobjekte, die sich für Spionage und als Waffen einsetzen lassen oder Schäden an Infrastrukturen wie Stromnetzen oder Störungen im Flugverkehr verursachen können. Eine effektive Drohnenabwehr ist deshalb essentiell für den Schutz von Menschen und kritischen Infrastrukturen. Unsere Technologie löst dabei zentrale operative Herausforderungen: Der Betrieb ist augensicher, das System aufgrund seiner kompakten Abmessungen mobil einsetzbar und zudem kostengünstig – perfekt geeignet für den Einsatz in urbanen und schwer zugänglichen Gebieten.— Marius Lammers, Chief Executive Officer von Inleap Photonics
Aus technischer Sicht ergänzt Chief Technology Officer Felix Wellmann:
Die abgeschlossene Finanzierungsrunde markiert für uns einen wichtigen Meilenstein. Unsere Stärke liegt in der extrem schnellen und präzisen Laserstrahlführung, auch wenn die Umgebung anspruchsvoll und widrig ist. Diese Eigenschaften sind entscheidend, um Drohnen kontrolliert, effizient und ohne Risiken für das Umfeld zu neutralisieren. Die Investitionen erlauben es uns, die industrielle Skalierung sowie die Integration in operative Einsatzszenarien umzusetzen.— Felix Wellmann, Chief Technology Officer von Inleap Photonics
Der Blick des Lead-Investors
Wir vom High-Tech Gründerfonds sehen in Inleap Photonics ein Unternehmen mit klarer technologischer Differenzierung. Inleap Photonics verbindet industrielle Laserexpertise mit einem hochaktuellen Anwendungsfeld. Das Team adressiert mit seiner Lösung einen stark wachsenden Markt und verfolgt dabei einen technologisch fundierten und skalierbaren Ansatz.— Koen Geurts, Senior Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds
Als Nächstes rüstet sich Inleap Photonics für die kommende Wachstumsphase. Vorgesehen sind sowohl die internationale Skalierung als auch ein weiterer Ausbau des Teams.
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