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Counter-UAS

Drohnenabwehr per Laser: Skylanx zeigt modulare Plattform gegen Drohnenschwärme

FPV-Drohnen sind billig, schwer abzufangen und für klassische Luftverteidigung oft ein Kostenproblem. Bei „Medic Quadriga 2026“ stellte das Münchner Unternehmen Skylanx seine Antwort vor: Drohnenabwehr mit kompakten Lasern von 3 bis 8 Kilowatt.

Skylanx platform
© Skylanx

Das Gefechtsfeld wandelt sich grundlegend durch kleine, günstige Drohnen. Als besonders schwer abzufangen gelten Drohnen mit Sicht aus der Ich-Perspektive (FPV, First-Person View) – für klassische Luftverteidigungssysteme häufig ein zu teures oder zu unflexibles Ziel. Für die Drohnenabwehr solcher Kleinstziele mit Laser hat das Münchner Defence-Tech-Unternehmen Skylanx deshalb auf der „Medic Quadriga 2026” eine modulare Plattform präsentiert.

In der Aussendung heißt es, die Plattform sei

für unterschiedliche Einsatzfelder von militärisch bis zivil konzipiert – vom Schutz militärischer Einheiten, Konvois und temporärer Einsatzbasen bis hin zu Flughäfen, Industrieanlagen und kritischer Infrastruktur— Aussendung von Skylanx

Bei der Großübung „Medic Quadriga 2026” zeigte die Bundeswehr zusammen mit Partnern aus NATO, Industrie und Wissenschaft auf dem Gelände der ILA Berlin-Brandenburg innovative Technologien für Szenarien der Landes- und Bündnisverteidigung. Vor allem bei Drohnen und Drohnenabwehr war das Ausstellerfeld hochkarätig: Etablierte Verteidigungsunternehmen wie KNDS, Diehl Defence, Hensoldt und Rheinmetall waren ebenso vor Ort wie junge Technologieanbieter, darunter Avilus, Jedsy, ARX Robotics und K9.

Skylanx-Präsentation bei der Übung „Medic Quadriga 2026”
© Skylanx
Skylanx-Präsentation bei der Übung „Medic Quadriga 2026”
© Skylanx
Skylanx-Präsentation bei der Übung „Medic Quadriga 2026”
© Skylanx
Skylanx-Präsentation bei der Übung „Medic Quadriga 2026”
© Skylanx
Skylanx-Präsentation bei der Übung „Medic Quadriga 2026”
© Skylanx
Skylanx-Präsentation bei der Übung „Medic Quadriga 2026”
© Skylanx
Skylanx-Präsentation bei der Übung „Medic Quadriga 2026”
© Skylanx

Drohnenabwehr in offener Architektur

Gegründet wurde Skylanx von Thomas Mühlberger (Co-CEO, CFO) und Antony Zhou (Co-CEO, CTO). Entwickelt werden skalierbare Systeme zur Drohnenabwehr (Counter-UAS), in denen Sensorik, Software für Führung und Steuerung (C2) sowie Laser-Effektoren in einer offenen Architektur zusammenspielen. Geeignet sein soll die Plattform für den Schutz einzelner Einrichtungen ebenso wie für mobile militärische Anwendungen.

Die Bedrohung durch kleine Drohnen entwickelt sich deutlich schneller, als klassische Verteidigungssysteme angepasst werden können. Europa braucht in diesem Bereich eigene technologische Lösungen— Thomas Mühlberger, Co-CEO von Skylanx
Unser Ansatz ist eine modulare, mobile und bezahlbare Lösung, die sich in bestehende Systeme integrieren lässt.— Thomas Mühlberger, Co-CEO von Skylanx

Laser mit 3 bis 8 Kilowatt statt Hochenergie-Großsystem

Große Hochenergie-Lasersysteme sind nicht der Weg von Skylanx; das Unternehmen setzt auf kompaktere Lösungen mit einer Leistung von 3 bis 8 Kilowatt. Nach Unternehmensangaben lassen sich die Systeme mobil einsetzen, haben integrierte Batteriesysteme und können auch auf leichte Fahrzeugplattformen montiert werden. Angestrebt wird keine strategische Luftverteidigung, sondern die wirksame Bekämpfung kleiner Drohnen auf kurze bis mittlere Entfernung.

Bei einem Test durchdrang ein 3-Kilowatt-Laser von Skylanx aus 1.100 Metern Entfernung binnen rund zehn Sekunden eine 1,2 Millimeter starke Stahlplatte. Das Unternehmen sieht darin den Beleg, dass kompakte Lasersysteme sich grundsätzlich zur Bekämpfung strukturell empfindlicher Ziele wie kleiner Drohnen eignen.

Erkennen, bewerten, wirken

Die Technik der Lösung gliedert sich in drei Ebenen: Detektion, softwaregestützte Analyse der Bedrohung und Neutralisierung per Laser. Daten unterschiedlicher Sensoren fließen in ein gemeinsames Lagebild ein. Die C2-Software wertet Flugverhalten und Prioritäten aus, hilft bei der Zielverfolgung und verbessert Erkennung und Reaktion mithilfe künstlicher Intelligenz fortlaufend.

Im Zentrum steht der kompakte Laser-Effektor. Klassische Munition braucht er im Gegensatz zu kinetischen Systemen nicht, sondern in erster Linie Energie – ein Vorteil vor allem dann, wenn mehrere Ziele hintereinander zu bekämpfen sind. Gelenkt wird der Laserstrahl bei Skylanx über eine galvobasierte Strahlsteuerung mit Hochgeschwindigkeitsspiegeln. Dadurch sind besonders schnelle Zielwechsel möglich, was gerade dann zählt, wenn mehrere Drohnen in kurzer Folge angreifen.

Gerade bei Schwarmangriffen kommt es nicht nur auf Leistung an, sondern auf die Fähigkeit, Ziele in sehr kurzer Zeit präzise nacheinander zu bekämpfen— Antony Zhou, Co-CEO von Skylanx

Fotocredits

© Skylanx
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