Drohnenabwehr mit offener Architektur: Lockheed Martin zeigt neue Counter-UAS-Lösung im Feldtest
Erkennen, verfolgen, identifizieren, abwehren: In einer ersten Feldtestserie hat Lockheed Martin ein skalierbares, mehrschichtiges System zur Drohnenabwehr vorgeführt. Weitere Demonstrationen sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen.

Einen neuen Ansatz zur Drohnenabwehr (Counter-UAS) gegen kleine unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS) hat Lockheed Martin vor Kurzem in einer Feldtestserie demonstriert. Diese Serie war die erste einer Reihe von Vorführungen, mit denen das Unternehmen zeigen will, was sein skalierbares, mehrschichtiges Verteidigungssystem kann. UAS lassen sich damit erkennen, verfolgen, identifizieren und abwehren.
Konstruiert ist die Counter-UAS-Lösung mit offener Architektur. Sie verbindet kampferprobte Führungs- und Kontrollsysteme mit Software zur Erkennung und Verfolgung, die von künstlicher Intelligenz (KI) unterstützt wird, sowie mit kostengünstigen Sensoren und weiteren Effektoren. Ausgelegt ist das System darauf, rasch einsatzbereit zu sein und sich nahtlos in andere Systeme einzufügen.
„Die Integration verschiedener Sensoren durch ein benutzeroptimiertes Kommando- und Kontrollsystem (C2) vereinfacht die Identifizierung von Bedrohungen, und wir verfügen über das ergänzende Technologieangebot, um gesammelte Daten in verwertbare Informationen umzuwandeln”, erklärt Tyler Griffin, bei Lockheed Martin als Direktor für Counter-UAS zuständig. Für die nahe Zukunft stellte er zugleich weitere Verbesserungen in Aussicht: „Unser offener Architekturansatz bietet eine agile, mehrschichtige Verteidigungslösung, die die Ergebnisse in Bezug auf diese dynamische Bedrohung beschleunigt. Diese grundlegende Demo zeigt, wie wir die Mission heute erfüllen können, und schafft die Voraussetzungen für das, was Lockheed Martin und unsere Partner in den kommenden Wochen und Monaten leisten werden.”
Modulare Drohnenabwehr mit KI-Software
Weil das System modular aufgebaut ist, lassen sich Sensoren, Effektoren und Erweiterungen für Führung und Steuerung (C2) schnell einbinden – das macht es flexibel und anpassungsfähig. Neueste Technologien können so auch künftig leichter integriert werden. Zusätzlich stärkt die eingesetzte KI-gesteuerte Software die Fähigkeiten zur Erkennung, Verfolgung und Abwehr. Da sich das System nahtlos mit anderen Systemen verbindet, ist eine rasche Koordination möglich.
Entscheidend ist die Geschwindigkeit: Für Erkennung, Verfolgung und Bekämpfung eines Drohnenschwarms bleiben oft nur wenige Minuten. Sensoren müssen deshalb ohne Verzögerung mit einem C2-System kommunizieren können, das Ziele klassifiziert, sie Abfangjägern zuweist und viele Einsätze parallel verwaltet.
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