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Drohnenabwehr in Schweden: Regierung stellt mehr als 315 Millionen Euro für die Streitkräfte bereit

Schwedens Regierung zieht Beschaffungen um rund acht Jahre vor: Mit über 315 Millionen Euro soll die Drohnenabwehr der schwedischen Streitkräfte wachsen. Zusätzliche 135 Millionen Euro fließen in Ersatzteile und Ausrüstung für den JAS 39 Gripen.

©Daniel Gustafsson/Swedish Armed Forces
© Daniel Gustafsson/Swedish Armed Forces

Mehr als 315 Millionen Euro investiert Schweden in die Drohnenabwehr der schwedischen Streitkräfte – das teilte die Regierung des Landes mit. Durch diese Investition werden die Vorlaufzeiten für die Streitkräfte um acht Jahre vorverlegt.

Dieselbe Pressemitteilung kündigte außerdem an, die Fähigkeiten des JAS 39 Gripen zu erweitern. Vorgesehen sind dafür weitere 135 Millionen Euro, die aus jenen Mitteln stammen, die im Frühjahrshaushalt für „zweckmäßige Anschaffungen” reserviert wurden.

Drohnenabwehr: Sensoren, Störsender und Abfangsysteme

Verteidigungsminister Pål Jonson sagte: „Die Regierung unternimmt nun Schritte, um die Fähigkeiten zur Drohnenabwehr rasch einsatzbereit zu machen und die Verfügbarkeit unserer Kampfflugzeuge zu erhöhen”. Und weiter: „Es besteht ein erheblicher Bedarf an neuen Anti-Drohnen-Fähigkeiten, und wir verkürzen die Vorlaufzeiten um acht Jahre. Dies wird zu mehr Sicherheit für die schwedischen Streitkräfte und für Schweden führen.”

Mit dem Geld sollen die schwedischen Streitkräfte Bedrohungen durch Drohnen deutlich wirksamer bekämpfen können; die Beschaffung lässt sich so um etwa acht Jahre vorziehen. Im Zentrum stehen Waffen und Sensoren gegen feindliche Drohnen. Geplant ist zudem, Warnvorrichtungen und Störsender in großen Mengen zu kaufen – tragbare ebenso wie fahrzeugmontierte –, dazu Abfangsysteme, die etwa Luftwaffenstützpunkte schützen.

Erik Slottner, Minister für öffentliche Verwaltung, erklärte: „Die Regierung hat in dieser Legislaturperiode umfangreiche Investitionen in die Verteidigung getätigt. Jetzt stärken wir die Fähigkeit der schwedischen Streitkräfte, mit Drohnen umzugehen. Dies ist eine sehr wichtige Entscheidung, um uns vor der wachsenden Bedrohung durch Drohnen zu schützen”.

Mehr Verfügbarkeit für den JAS 39 Gripen

Abseits der Drohnenabwehr fließt parallel dazu auch Geld der schwedischen Regierung in die erweiterten Fähigkeiten des Kampfflugzeugsystems JAS 39 Gripen. Beschafft werden zusätzliche Ersatzteile, Missionsausrüstung und Basisausrüstung, was die Verfügbarkeit der Flugzeuge steigern soll. Künftig verbessert werden soll außerdem der Einsatz von temporären Straßenstützpunkten aus.

Beinahe gleichzeitig meldete Hersteller Saab, mit den schwedischen Streitkräften eine Verlängerung des Gripen-Wartungsvertrags vereinbart zu haben. Wartung und Unterstützung der Flugzeuge durch Saab sind damit mindestens bis Ende 2027 gesichert.

Fotocredits

© Daniel Gustafsson/Swedish Armed Forces
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