Drohnenabwehr: Terma kauft den britischen C-UAS-Spezialisten OSL Technology
Mit dem Kauf von OSL Technology holt sich der dänische Konzern Terma Know-how aus der zivilen Luftraumüberwachung ins Haus. Ziel ist ein offenes Ökosystem für Drohnenabwehr und den Schutz kritischer Infrastruktur – zivil wie militärisch.

Das dänische Luft- und Raumfahrtunternehmen Terma A/S hat OSL Technology übernommen. Der britische Entwickler ist auf Sicherheits- und Schutzsysteme gegen Drohnen spezialisiert. Der abgeschlossene Kauf ist ein wichtiger Schritt in Termas Strategie: Das Unternehmen will in der Drohnenabwehr (C-UAS) und beim Schutz von kritischen Infrastrukturen zu den Marktführern gehören.
Die Wurzeln des britischen Spezialisten für Technologien gegen Drohnen und intelligente Sicherheitslösungen liegen in der zivilen Luftraumüberwachung. Große Flughäfen und nationale Infrastruktureinrichtungen nutzen OSL, um in komplexem Umfeld Drohnen und weitere Bedrohungen zu erkennen, zu verfolgen und mit ihnen umzugehen. Terma wiederum verfügt über Jahrzehnte an Erfahrung in Verteidigung und Sicherheit. Zu den Abnehmern seiner Radare sowie seiner Führungs- und Einsatzsysteme gehören Marinen, Einheiten der Luftverteidigung und Unternehmen, die kritische Infrastruktur betreiben.
Ein offenes Ökosystem für die Drohnenabwehr
Sensoren in Verteidigungsqualität, Analytik auf KI-Basis und Erfahrung aus der operativen Praxis vereinen beide Unternehmen künftig – in einem Ökosystem, das offen und modular aufgebaut ist. Verbindet man die Lagebildkompetenz von Terma mit dem Counter-Drone-System von OSL, entsteht eine durchgehende Abdeckung mit intelligenter Datenfusion für die Domänen See, Luft und Land – Sensoren und Wirker von Drittanbietern eingeschlossen. Angestrebt wird ein vertrauenswürdiges Lagebild für den Einsatz, das von der taktischen bis zur strategischen Ebene reicht.
Terma-CEO Henriette H. Thygesen sagte dazu: „Die operative Leistungsfähigkeit von OSL zeigt, dass es dort liefert, wo es am meisten zählt. In Kombination mit Termas Multi-Domain-Fähigkeiten, die auf Jahrzehnten der Bereitstellung von Lagebildern und Einsatzführung in Verteidigungsqualität beruhen, und unter Einbeziehung unserer Partnerschaften in der Ukraine, bieten wir nun eine der umfassendsten C-UAS-Lösungen auf dem Markt”. Und weiter: „Sie setzt neue Maßstäbe für den Schutz von Menschen, Luftraum und kritischer Infrastruktur. Dies betrifft nicht nur Dänemark im Hier und Jetzt: Es liefert eine starke, ganzheitliche C-UAS-Lösung, die auch zu europäischen Großprojekten wie der vorgeschlagenen EU-Drohneninitiative beitragen kann.”
Bedienen will man Kunden weltweit, sowohl im Bereich C-UAS als auch beim Schutz kritischer Anlagen. Die operative Effizienz von OSL soll sich dabei mit der technologischen Basis und der globalen Präsenz von Terma verbinden. Das Ergebnis sollen verlässliche, skalierbare Lösungen für zivile und militärische Anwender sein.
Erfreut äußerte sich auch Mark Legh-Smith, CEO von OSL: „Der Zusammenschluss mit Terma ist eine außergewöhnliche Chance für OSL und unsere Kunden. Termas Multi-Domain-Expertise zusammen mit unserer C-UAS-Plattform und Agilität schafft eine unvergleichliche Leistungsfähigkeit – von Sensor über Entscheidung bis zur Reaktion. Das bedeutet schnellere Erkennung, intelligentere Klassifizierung und präzise koordinierte Maßnahmen. Es ist die perfekte Kombination aus Innovation und Verlässlichkeit”.
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