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Counter-UAS

Drohnenabwehr auf See: Französische Marine trainiert bei „Wildfire” auf der Île du Levant

Sechs Schiffe, vier Hubschrauber, 26 ferngesteuerte Luftziele: Die fünfte Ausgabe von „Wildfire” stellte die Drohnenabwehr der französischen Marine eine Woche lang auf die Probe. Die Übung ist seit 2022 deutlich gewachsen – und gilt heute als besonders anspruchsvoll.

©DGA
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Schauplatz der fünften „Wildfire”-Übung der französischen Marine war kürzlich der Standort Île du Levant der französischen Behörde für Rüstungsbeschaffungen (DGA). Im Zentrum stehen hochintensive Konflikte und vor allem die Drohnenabwehr: Darauf soll die Übung die Besatzungen der Marine vorbereiten. Seit sie 2022 zum ersten Mal stattfand, hat „Wildfire” stetig an Bedeutung gewonnen.

Während einer ganzen Woche sahen sich die Besatzungen Bedrohungen gegenüber, wie sie ein hochintensives Kriegsszenario mit sich bringt. Diese waren zahlreich und vielfältig zugleich, kamen von See wie aus der Luft und meist zur selben Zeit. Aufgabe der Seestreitkräfte war es, sie aufzuspüren, zu identifizieren und zu neutralisieren. Das setzt voraus, dass alle Komponenten perfekt koordiniert sind und die verfügbaren Mittel beherrscht werden – genau das trainiert die Übung unter extremen Bedingungen.

„Wildfire”: Französische Marine übt Drohnenabwehr
„Wildfire” dient als realistische Vorbereitung auf Einsätze. · © DGA

Drohnenabwehr gegen Snipe, Banshee und Zodiac

An der aktuellen Ausgabe beteiligten sich sechs Schiffe, fünf davon Fregatten, sowie vier Hubschrauber, unter ihnen ein Hubschrauber der NATO. Bei der Premiere 2022 war lediglich eine Fregatte dabei – die Zahl der Teilnehmer ist also deutlich gestiegen. Die Bedrohungen setzte die DGA um und ließ dafür insgesamt 26 ferngesteuerte Luftziele der Typen Snipe und Banshee und neun ferngesteuerte Seeziele vom Typ Zodiac einsetzen, die Drohnenangriffe simulierten.

Ausgearbeitet wurden die Szenarien vorab nach den Anforderungen der französischen Marine, die sich in den vergangenen drei Jahren erheblich erweitert haben. Die DGA untersucht, validiert und implementiert die Szenarien.

Auch während der Übung können sich die Szenarien ändern. Reagieren die Besatzungen auf eine bestimmte Weise auf die Bedrohungen, muss das Szenario unter Umständen angepasst werden. Die Marine fordert dann an, dass eines der Ziele seine Flugbahn auf eines der Schiffe hin ändert. Von den Mitteln her ist das kein wirkliches Problem, sicherheitstechnisch jedoch deutlich komplexer: Schiffe oder Hubschrauber feuern in Echtzeit mit Artillerie oder Kleinwaffen auf fliegende oder maritime Ziele – und das in einem Gebiet, das zwar begrenzt, aber dennoch recht weitläufig ist.

Inzwischen gehört „Wildfire” zu den anspruchsvollsten Übungen der französischen Streitkräfte. Die Besatzung einer Fregatte, die im Vorjahr teilgenommen hatte, schilderte das Training als sehr realistische Vorbereitung auf die tatsächlich auftretenden Bedrohungen. Nach der Übung im Vorjahr kam diese Fregatte im Roten Meer zum Einsatz, im Rahmen einer Operation zur Eskorte des Flugzeugträgers „Charles de Gaulle”.

Fotocredits

© DGA
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