Drohnenabwehr und Drohnen: EU-Kommission sucht Gründungsmitglieder der EU-Ukraine-Drohnenallianz
Nach wiederholten Luftraumverletzungen über EU-Staaten setzt die Kommission bei Drohnen und Drohnenabwehr auf die Erfahrungen der Ukraine. Eine branchengeführte Allianz soll Hersteller, Start-ups und Endnutzer zusammenbringen.

Wie dringend Europa eine flexible, agile und hochmoderne eigene Kapazität zur Bekämpfung unbemannter Luftfahrzeuge braucht, haben die jüngsten wiederholten Luftraumverletzungen in EU-Mitgliedstaaten deutlich gemacht. Drohnen und Systeme zur Drohnenabwehr zählen zu jenen Prioritätsbereichen, die die Mitgliedstaaten festgelegt und vereinbart haben.
Laut dem Fahrplan für die Verteidigungsbereitschaft 2030 müssen diese Fähigkeiten mit Blick auf die Bedrohungslage vorrangig und abgestimmt ausgebaut werden, damit die Sicherheit der EU gewährleistet ist. Auf den Anstrengungen, Europas Kapazitäten bei Drohnen und deren Abwehr zu stärken, beruht die Europäische Drohnenabwehrinitiative, die der Fahrplan vorschlägt.

In einer eigens geschaffenen Fähigkeitskoalition entwickeln die Mitgliedstaaten bereits Drohnen und Abwehrsysteme gegen sie. Die Europäische Kommission will diese Arbeit stärker unterstützen – etwa indem sie Dialog und Zusammenarbeit mit der Industrie erleichtert und die Kooperation mit der Ukraine ausbaut.
Lehren aus der Ukraine für die Drohnenabwehr in Europa
Aufbauen soll die stärkere europäische Kapazität bei Drohnen und deren Abwehr auf dem, was die Ukraine gelehrt hat: Entscheidend sind demnach innovative Ökosysteme für Drohnen und Abwehr, die Verbindung von Forschung und Entwicklung mit der Produktion, skalierbare Fertigungskapazitäten und eine kontinuierliche technologische Weiterentwicklung. Deshalb ruft die Europäische Kommission in enger Abstimmung mit der Ukraine die EU-Ukraine-Drohnenallianz ins Leben.
Geführt werden soll die Allianz von der Branche selbst. Zusammenkommen sollen darin Systemhersteller und Innovatoren, einschließlich Startups und Scaleups, sowie Endnutzer aus der EU, aus EWR- und EFTA-Staaten und aus der Ukraine. Die Initiative soll die laufenden europäischen Anstrengungen für eine umfassende Kapazität bei Drohnen und Drohnenabwehr stützen.
Dafür sucht die EU Kommission geeignete Antragsteller: juristische Personen, die nachweislich Erfahrung und Expertise im Ökosystem für Verteidigungsdrohnen und Drohnenabwehr der EU und/oder der Ukraine mitbringen und sich verpflichten, aktiv an der Allianz mitzuwirken.
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