Drohnen-Verkehrsmanagement für ganz Schweden: LFV beauftragt Frequentis mit UTM-Plattform
Der schwedische Flugsicherungsdienst LFV setzt beim Drohnen-Verkehrsmanagement auf Frequentis. Geliefert wird eine digitale UTM-Plattform samt Implementierung und Support, die Drohnenflüge im Tiefflugbereich landesweit koordinieren soll.

Schweden erhält sein erstes landesweites Drohnen-Verkehrsmanagement: Der schwedische Flugsicherungsdienst LFV (Luftfartsverket) hat Frequentis ausgewählt, ein entsprechendes System für unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS Traffic Management/UTM) zu liefern. Mit der neuen digitalen Plattform sollen Drohnen im gesamten schwedischen Luftraum sicher und skalierbar betrieben werden können – bei heutigen Anwendungen ebenso wie beim künftigen Ausbau der Drohneninfrastruktur.
Zum Auftragsumfang gehören die Lieferung der Software, ihre Implementierung und ein langfristiger Support. Damit entsteht die Basis für die zunehmende Drohnenaktivität im Land, abgestimmt auf die EU-U-Space-Verordnung (EU 2021/664) für den Tiefflugbereich.
Zentraler Überblick unterhalb von 150 Metern
Drohnenflüge unterhalb von rund 150 Metern (500 Fuß) können mit dem System künftig zentral überwacht und koordiniert werden – von LFV ebenso wie von nationalen Behörden, etwa Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Dank besserer Luftlageerfassung und Abstimmung sollen öffentliche und private Betreiber ihre Aktivitäten kontrolliert, sicher und effizient ausbauen können.
LFV: Schutz des Luftraums und neue Möglichkeiten
Roger Li, UTM-Manager bei LFV, begründet den Schritt so: „Mit der rasanten Zunahme von Drohneneinsätzen brauchen wir eine Infrastruktur, die unseren Luftraum schützt und zugleich neue Möglichkeiten eröffnet”. Er fügt hinzu: „Die neue Frequentis-Plattform wird uns befähigen, den Tiefflugraum gemäß nationalen und europäischen Vorgaben zu managen – von kommerziellen und behördlichen Einsätzen bis hin zu Freizeitnutzungen. Damit unterstützen wir nicht nur Innovation und Wachstum der Drohnenbranche, sondern auch die sichere Integration von unbemanntem und bemanntem Flugverkehr im schwedischen Luftraum.”
Drohnen-Verkehrsmanagement in mehreren Stufen
Die Lieferung erfolgt in einem mehrstufigen Rahmen. Laufende Wartung und Anpassungen sind eingeschlossen, damit die Plattform auch künftigen Anforderungen gewachsen bleibt. LFV soll so bei der Integration von Drohnen in Europa eine Vorreiterrolle übernehmen.
Auch bei Frequentis sieht man den Bedarf: „Mit der Ausweitung des Drohneneinsatzes wird ein koordiniertes Verkehrsmanagement unerlässlich”, sagt Reinhard Grimm, Executive Vice President Air Traffic Management des Unternehmens. „Wir sind stolz darauf, LFV mit einer digitalen Infrastruktur zu unterstützen, die Sicherheit gewährleistet und gleichzeitig Innovation sowie Wachstum in der Drohnenökonomie ermöglicht.”
Die Zusammenarbeit beider Partner reicht bis 1999 zurück. Unter anderem führte Frequentis Sprechfunksysteme für zwei Kontrollzentren und für sämtliche Tower der schwedischen Flughäfen ein. Durch den neuen Vertrag wird diese Kooperation nach Darstellung einer aktuellen Frequentis-Aussendung „auf die nächste Stufe gehoben”. Der Vertrag gilt damit als zentraler Baustein für Schwedens Ziel, ein integriertes Drohnen-Ökosystem aufzubauen.
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© Frequentis/KarlssonWeiterlesen

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