Elektronische Kampfführung für leichte Drohnen: Thales präsentiert EloKa-Lösung auf der Paris Air Show
Auch Einheiten ohne EloKa-Spezialisten sollen elektromagnetische Aktivitäten künftig selbst erkennen, orten und analysieren: Mit diesem Ziel bringt Thales eine kompakte Nutzlast für elektronische Kampfführung zur Paris Air Show, die auf leichten Drohnen fliegt.

Auf der Paris Air Show präsentiert Thales eine neuartige Lösung für die elektronische Kampfführung (EloKa). Sie zielt auf den steigenden Bedarf an elektromagnetischen Operationen, die eng verzahnt über sämtliche militärischen Einheiten hinweg ablaufen.
Erstmals sollen damit nach Darstellung von Thales auch Kräfte ohne Spezialisierung selbstständig elektromagnetische Aktivitäten erkennen, orten und analysieren können.
Ausgangspunkt war ein Proof-of-Concept (PoC), den die französische Rüstungsagentur AID ausgeschrieben und an Thales vergeben hatte. Während dieser Testphase haben mehrere Nutzer die Lösung in verschiedenen Szenarien mit Erfolg erprobt.
Elektronische Kampfführung im Kleinformat: leicht, passiv, drohnentauglich
Weniger als fünf Kilogramm wiegt die neue Nutzlast, ihr Strombedarf liegt unter 40 Watt – optimiert ist sie damit für leichte Drohnen. Integrieren lässt sie sich auf frei fliegenden Drohnen ebenso wie auf kabelgebundenen, die vom Boden aus versorgt werden. Funksignale erfasst sie über eine Distanz von mehreren Dutzend Kilometern, ohne dabei selbst aktiv zu senden.
Christophe Groshenry, Vice President Radio Communications Products bei Thales, sieht darin eine Antwort auf die Lage: „Der aktuelle geopolitische Kontext und neue Bedrohungen zeigen deutlich, wie entscheidend EloKa-Fähigkeiten inzwischen für alle Kampftruppen sind”. Weiter sagt er: „Unsere Lösung ist diskret, intuitiv bedienbar und speziell für nicht-spezialisierte Einheiten konzipiert – ein klarer Innovationsbeweis unserer Teams und ihrer Reaktionsfähigkeit auf neue Einsatzanforderungen.”
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