Aufklärungsdrohne Falke: Erste Bundeswehr-Operatoren beenden Training bei Quantum Systems
Zwei Wochen am Truppenübungsplatz Munster, dann war der erste Durchgang geschafft: Operatoren der Bundeswehr haben ihr Training an der Aufklärungsdrohne Falke von Quantum Systems abgeschlossen. Künftig soll die Simulator-Ausbildung einen weit größeren Anteil einnehmen.

Auf dem Truppenübungsplatz Munster haben die ersten Operatoren ihr zweiwöchiges Training an Falke absolviert, der neuen Aufklärungsdrohne der Bundeswehr. Bekannt gemacht hat das Co-CEO Sven Kruck auf Linkedin – für Quantum Systems der nächste Meilenstein bei der Bundeswehr.
Bereits im Herbst 2023 wurde der Rahmenvertrag zur Beschaffung des Vector-Drohnensystems unterzeichnet, das die Bundeswehr als Falke führt. Die Bezeichnung steht für „ferngeführtes Aufklärungssystem, luftgestützt, kurze Entfernung”. Vereinbart wurde damals die Lieferung von 14 Systemen.
Auf Linkedin schreibt Kruck dazu: „Quantum Systems erhöht die Einsatzfähigkeit der Truppe — im nächsten Jahr wird Falke vollends in der Heeresaufklärungstruppe integriert sein. Mit diesem in der Ukraine (-> Aktuelle Meldungen aus dem Ukraine-Krieg) einsatzbewährtem System schreitet die Zeitenwende auch für die Bundeswehr voran.”
Zweistufige Ausbildung an der Aufklärungsdrohne
Ende des Vorjahres zertifizierte das Luftfahrtamt der Bundeswehr (LufABw) das Unternehmen für das System zusätzlich als Ausbildungseinrichtung. Laut dem damaligen Bericht gliedert sich die Ausbildung in zwei Stufen: Zunächst werden neue Drohnenpiloten ohne Vorerfahrung geschult, danach erfahrene Drohnenpiloten im Rahmen eines Train the Trainer-Programms zu Ausbildern aus- und weitergebildet. Mit dieser Stufe betritt das LufABw im Ausbildungsverfahren Neuland – so soll sich die Zahl der verfügbaren Drohnenpiloten in den Streitkräften rascher skalieren lassen. Denselben Ansatz verfolgt auch das Österreichische Bundesheer bei der Ausbildung seiner Drohnenoperateure.
Neu ist außerdem, dass sich die Ausbildung auf vorbereitendes und begleitendes Training am Simulator stützt. Derzeit entfallen darauf rund 20 Prozent, perspektivisch könnten es bis zu 80 Prozent der Ausbildung sein.
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