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Unmanned Systems / Aerial Drones

Aufklärungsdrohnen: Niederländische Streitkräfte entwickeln mit Zephro weiter

Kurz vor Weihnachten haben die Niederlande eine neue Industriepartnerschaft unterzeichnet: Zephro soll mit der Drohnen-Taskforce vorhandene Aufklärungsdrohnen verbessern. Der Auftrag reiht sich in eine Serie niederländischer Drohnen-Initiativen ein.

Netherlands: Armed forces rely on Zephro for drones
© Mediacentrum Defensie

Bestehende Aufklärungsdrohnen der niederländischen Streitkräfte werden künftig von deren Drohnen-Taskforce gemeinsam mit dem Unternehmen Zephro weiterentwickelt. Diese neue Industriepartnerschaft gab das Verteidigungsministerium der Niederlande wenige Tage vor Weihnachten bekannt. Unterzeichnet hat den Auftrag am 18. Dezember Gijs Tuinman, Staatssekretär für Verteidigung.

Drohnen rücken in den Fokus

Seit einiger Zeit richtet sich die Aufmerksamkeit in den Niederlanden auf Drohnen – auf ihren Nutzen ebenso wie auf die Risiken solcher Systeme. So trat das Land im Oktober dem US-amerikanischen CCA-Programm bei. Knapp einen Monat danach rief man die Industrie mit der „Counter Strikedrone Challenge” auf, Ideen und Produkte für den Drohnenschutz vorzustellen und zu entwickeln. Die bis dahin größte Investition kam Ende November: Gijs Tuinman meldete die Beschaffung zusätzlicher Anti-Drohnen-Kapazitäten im Wert von mehreren Milliarden Euro.

Niederlande: Streitkräfte setzen bei Drohnen auf Zephro
Staatssekretär Gijs Tuinman verkündete die neueste Zusammenarbeit mit Zephro. · © Mediacentrum Defensie

Auch in die Entwicklung und Produktion von Drohnen fließt immer mehr Geld des Verteidigungsministeriums. Die Armee hofft, durch Investitionen in die heimische Industrie in einem möglichen Kampf länger durchhalten zu können. Zugleich müsse die niederländische Drohnenindustrie international relevant bleiben, heißt es aus dem Ministerium. Die Wirtschaft soll deshalb in militärische Entwicklungen und Technologien eingebunden werden. Bei Drohnen bestehen Partnerschaften mit niederländischen Unternehmen, Wissensinstitutionen und weiteren Partnern.

Darüber hinaus fördert die Militärorganisation über den Aktionsplan zur Produktionssicherheit unbemannter Systeme (APOS) Entwicklung und Kauf von Drohnen in den Niederlanden. Der Plan soll gewährleisten, dass dem Verteidigungsministerium jederzeit moderne und zuverlässige unbemannte Systeme zur Verfügung stehen.

Neben Aufklärungsdrohnen auch Drohnenschutz im Blick

Für die „Counter Strikedrone Challenge” kooperierte das Ministerium mit den Partnern der öffentlich-privaten Plattform Defport. 55 Vorschläge gingen insgesamt ein; eine unabhängige Kommission bewertet sie derzeit. Am Ende sollen vier Unternehmen ihre Lösung weiterentwickeln und im Mai des nächsten Jahres bei der Übung „Fighter Lion” erproben dürfen.

Weil sich das Vorgehen bewährt hat, will das niederländische Verteidigungsministerium daran festhalten. Für das erste Quartal 2026 ist bereits eine zweite Challenge dieser Art angesetzt, bei der niederländische Unternehmen erneut innovative Lösungen vorstellen können.

Fotocredits

© Mediacentrum Defensie
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