Drohnen-Operatoren für die Koninklijke Landmacht: Niederlande schaffen rund 600 Stellen
Möglichst rasch sollen die Kampfeinheiten des niederländischen Heeres Drohnen erhalten. Eine erste Phase sieht rund 600 Posten für Drohnen-Operatoren vor – und der Kommandant der Streitkräfte setzt auf schnelle Innovationszyklen.

Etwa 600 Stellen für Drohnen-Operatoren sind in einer ersten Phase vorgesehen: So schnell wie möglich will die Königlich Niederländische Armee (Koninklijke Landmacht) ihre Kampfeinheiten mit Drohnen ausstatten.
Drohnentechnologie gehört für Soldaten innerhalb der NATO schon seit Jahrzehnten zum Einsatz. Nirgendwo aber sind Drohnen so tief ins Kampfgeschehen eingebunden wie auf den Schlachtfeldern im Osten der Ukraine.
Weil Drohnen jeden Aspekt und jede Dimension des Kampfes beeinflussen, müssen die niederländischen Streitkräfte nach Ansicht von General Onno Eichelsheim sämtliche Facetten beherrschen. Er ist Kommandant der Streitkräfte und sagte:
Wir müssen in der Lage sein, uns gegen Drohnen zu verteidigen, sie aber auch selbst auf alle erdenklichen Arten einzusetzen – und dabei den rasanten Innovationszyklus im Griff zu behalten— General Onno Eichelsheim, Kommandant der Streitkräfte
Mehr Fähigkeiten für Drohnen-Operatoren und Verbände
Konsequent bauen die niederländischen Streitkräfte deshalb ihre Drohnenfähigkeiten aus. Der einzelne Soldat erhält unter anderem spezielle Tarnsysteme und computergestützte Zielhilfen, größere Verbände bekommen Aufklärungs- und Angriffs-Drohnen. Auf Bataillonsebene kommt ein mobiles Innovationselement hinzu, das sich direkt an die Front mitnehmen lässt. Techniker und Anwender verbessern die Drohnen dort gemeinsam und laufend.
Wer den schnellsten Innovationszyklus hat, hat die Oberhand— General Onno Eichelsheim
Um das zu erreichen, kooperiert das Verteidigungsministerium eng mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Niederlanden, etwa mit TNO.
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