Drohnen-U-Boot Kronos: Vom Milliardärs-Spielzeug zur Waffe für den Küstenkrieg
Auf der IDEX in Abu Dhabi lag es noch unscheinbar abseits: das Drohnen-U-Boot Kronos von Highland Systems. Gedacht für Jachten, soll es nun Torpedos abfeuern oder Spezialkräfte absetzen – wann es einsatzfähig ist, bleibt offen.

Abseits des Messetrubels lag das Drohnen-U-Boot im vergangenen Jahr unscheinbar auf der Verteidigungsmesse IDEX in Abu Dhabi. Inzwischen liegen einige Informationen vor, und zumindest so viel scheint klar: Entwickelt wurde das Schiff ursprünglich als neues „Bei-U-Boot-Spielzeug” für die Jachten von Milliardären. Mit Blick auf die Ukraine und ihren Abwehrkampf gegen Russland erkannte man dann aber auch das militärische Potenzial.
Was das Drohnen-U-Boot können soll
Nicht weniger als eine Revolution des Seekriegs im Küstenbereich (Littoral Warfare) verspricht Chefdesigner Alexander Kusnezow von dem Kronos genannten System. Einerseits ließe es sich wie eine Drohne gegen die russische Schwarzmeer-Flotte einsetzen und sechs Leichtgewichts-Torpedos Black Scorpion abfeuern, die je drei Kilometer weit reichen und bis zu 200 Meter Tiefe erreichen. Andererseits soll ein Pilot das Schiff auch steuern können; dann könnte es bis zu acht Spezialeinsatz-Kommandos transportieren und absetzen.
Gebaut und entwickelt wird der Prototyp von Kusnezows Team bei Highland Systems in den Emiraten; als Kooperationspartner fungiert die Streit Group. Zum Zeitpunkt der Einsatzfähigkeit hielt man sich bedeckt. Für den hybrid-elektrischen Antrieb wird jedenfalls eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h an der Oberfläche und 50 km/h unter Wasser genannt.
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