Drohnenabwehr und Drohneneinsatz: Niederländische Armee gründet Task Force Drohnen
Brigadegeneral Joland Dubbeldam soll mit der neuen Task Force Drohnen bis Jahresende ein integriertes Konzept liefern, das Drohnenabwehr und eigene UAS in die Einheiten bringt. Vorbild sind die Erfahrungen aus der Ukraine.

Mit einer Task Force Drohnen wollen die Landstreitkräfte der Niederlande das Kämpfen mit Drohnen und gegen Drohnen schneller in den operativen Einsatz bringen – Drohnenabwehr und eigener Drohneneinsatz gehören also gleichermaßen zum Auftrag. Die neue Einheit wird dafür selbst mit unterschiedlichen Drohnentypen ausgestattet. An ihrer Spitze steht Brigadegeneral Joland Dubbeldam.
Noch vor Jahresende soll die Sondereinheit ein integriertes Armeekonzept vorlegen. Auf dessen Grundlage kommen anschließend unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS) und Systeme zur Drohnenabwehr (Counter-UAS) innerhalb der Einheit zum Einsatz.
„Wir müssen das als Armee gut und schnell organisieren. Fast täglich ist der Krieg in der Ukraine in den Nachrichten. Wir sehen, dass Drohnen und Gegenmaßnahmen zum festen Bestandteil des modernen Schlachtfeldes geworden sind”, sagt der Truppenkommandeur. Und weiter: „Deshalb müssen wir weitergehen und unsere Kampfkraft mit Drohnen stärken.”
Drohnenabwehr als Frage des Konzepts
Für den Brigadegeneral zählt die Konzeptebene nicht weniger, als neue Ausrüstung einzuführen. Er stellt drei Fragen: „Wie können wir als Armee mit den Counter-UAS und UAS-Assets in unserem Werkzeugkasten so effektiv wie möglich kämpfen? Wie bereiten wir uns auf diesen Kampf in von der Armee organisierten Übungen vor? Und wie arbeiten wir mit der Industrie zusammen, um sicherzustellen, dass wir unsere Systeme weiter entwickeln?” Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, wo man häufig zuerst auf unbemannte Systeme trifft, hält er diese Fragen für wichtig.

Aus diesem Grund verfolgt die Task Force Drohnen laut ihrer jüngsten Aussendung aufmerksam, was sich in der Ukraine tut. Zudem trägt sie das Wissen zusammen, das in den Armeeeinheiten schon vorhanden ist, und bündelt es. Für ein rasches Vorankommen der Task Force ist dieses Wissen unschätzbar wertvoll. „Die Task Force Drohnen ist nicht dazu da, das Rad neu zu erfinden”, betont Dubbeldam. „Unsere Aufgabe ist es, schnell ein integriertes Drohnenkonzept zu entwickeln, mit dem wir intelligenter kämpfen können. Letztlich geht es darum, die Drohnenfähigkeit innerhalb unserer Einheiten zu implementieren.”
Fotocredits
© ‘t Harde, 3 april 2025. Oprichting Taskforce Drones · © Defensie.nlWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

