Drohnenangriff auf Spirit-030: Erstmals russische Satellitenantenne von Ukraine zerstört
Nachdem Starlink für Russland gesperrt ist, bringt Moskau kleine GEO-Terminals vom Typ Spirit-030 an die Front. Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nun erstmals eine dieser Stationen getroffen – welchen Satelliten sie nutzt, ist offen.

Mit einem Drohnenangriff hat ein Operator der 414. separaten Brigade für unbemannte Luftangriffssysteme „Vögel des Magyars” erstmals eine russische Satellitenkommunikationsstation des Typs Spirit-030 ausfindig gemacht und zerstört.
Vor dem Abschluss des Angriffs inspizierte der Pilot die Antenne kurz im Schwebeflug.
Erstes russische „Spirit-030“ Satellitenterminal mit ~30cm Antenne für GEO das Opfer einer ukrainischen Drohne wurde.#WarOfDrones pic.twitter.com/ybgRLCB4Yh

Kleines Ziel für den Drohnenangriff
Besonders an der Anlage ist ihre Größe: Für eine Antenne, die mit Satelliten im geostationären Orbit (GEO) kommuniziert, fällt sie sehr klein aus. Üblich sind Schüsseln mit 60 bis 120 Zentimetern Durchmesser, die Aufklärer leicht entdecken. Spirit-030 kommt dagegen mit einem kleinen rechteckigen Reflektor aus, dessen Diagonale etwa 30 Zentimeter misst.
Auf seinem Kanal ruft Serhiy „Flash” Beskreznov, ukrainischer Spezialist für Kommunikation und elektromagnetische Kampfführung, die ukrainischen Drohnenpiloten dazu auf, „auf dieses Ziel zu achten”.
Gemeinsam mit dem Starlink-Betreiber Space X hat die Ukraine eine Whitelist für sämtliche Starlink-Terminals in der Ukraine und in Russland eingeführt. Russland ist seither von der Satellitenkommunikation über Starlink ausgeschlossen. Laut Beskreznov liefern die Russen nun die Spirit-030-Terminals in großer Zahl an die Front.
Zum ersten Mal genutzt wurden die Terminals bei der russisch-weißrussischen Militärübung „Zapad-2025”. Das kompakte Gerät im Kofferformat hat eine ausklappbare Antenne und sorgt für stabile Verbindungen zu den Gefechtsständen der Einheiten.
Ein Zugführer der russischen Fernmeldetruppe mit dem Rufnamen „Mozart” beschrieb die Anlagen gegenüber dem russischen Militärfernsehsender Zvezda so:
Diese tragbaren Satellitenanlagen sind sehr gut, mobil und unauffällig. Sie lassen sich einfach installieren und das Signal ist stabil. Wir hatten keinerlei Probleme damit. Sie bieten volle Satellitenkommunikation – Telefonie und alles andere. Alles ist verschlüsselt— Zugführer „Mozart”, russische Fernmeldetruppe, gegenüber Zvezda
Offen ist bislang, über welchen Satelliten im GEO Russland mit der neuen 30-Zentimeter-Antenne kommuniziert.
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