Drohnenhersteller Schiebel: Camcopter S-300 fliegt für das EU-Projekt SWORD zur U-Boot-Abwehr
Für SWORD, ein vom European Defence Fund gefördertes Projekt unter Leitung von TKMS Atlas Elektronik, liefert der österreichische Drohnenhersteller Schiebel die Luftplattform. In drei Jahren soll ein System gegen Unterwasserbedrohungen entstehen.

Als Luftplattform für das europäische Verteidigungsprojekt SWORD (Stand-off anti-submarine Warfare Operations by Remote Deployment) fiel die Wahl auf den neuen Camcopter S-300 des österreichischen Drohnenherstellers Schiebel. Geleitet wird das Vorhaben, das der European Defence Fund (EDF) fördert, von TKMS Atlas Elektronik. Binnen drei Jahren soll dabei ein modernes System entstehen, mit dem sich Unterwasserbedrohungen bekämpfen lassen.
SWORD zielt auf eine durchgehende „Sensor-to-Shooter”-Kette: Marineeinheiten sollen feindliche U-Boote und weitere Unterwasserziele aus sicherer Distanz aufspüren, verfolgen, klassifizieren und schließlich bekämpfen können. Bemannte und unbemannte Systeme unterschiedlicher Art werden dazu zu einem vernetzten Gesamtsystem verknüpft.
Was der Drohnenhersteller beisteuert
Schiebels Beitrag ist der Camcopter S-300, eine neue Drohne für Senkrechtstart und -landung (VTOL, Vertical Take-Off and Landing), die eigens auf längere Einsatzzeiten und größere Nutzlasten ausgelegt ist. Mit ihrer hohen Tragfähigkeit und Reichweite passt die Plattform vor allem zu maritimen Missionen, in denen Sensoren oder andere Missionssysteme weit abseits der Trägerplattform zum Einsatz kommen. Konzipiert ist der S-300 für Einsätze auf See wie an Land. Er soll Aufklärungs-, Überwachungs- und Zielerfassungsaufgaben (ISR) erfüllen, aber auch komplexere Missionen mit größeren Nutzlasten.
Wir sind stolz darauf, dass der Camcopter S-300 für diese wichtige europäische Verteidigungsinitiative ausgewählt wurde— Hans Georg Schiebel, Eigentümer von Schiebel
Für Hans Georg Schiebel ist das Projekt ein Beispiel gelungener europäischer Zusammenarbeit auf einem sicherheitspolitisch hochrelevanten Feld. Dass die Plattform ausgewählt wurde, zeige ihr Potenzial für künftige Konzepte der U-Boot-Abwehr.
Dem Konsortium gehören neben Schiebel zahlreiche weitere europäische Technologie- und Rüstungsunternehmen an. Das Vorhaben dient dem Ziel des Europäischen Verteidigungsfonds, gemeinsame Forschung und Innovation in Europa zu stärken und neue militärische Fähigkeiten im Verbund der Mitgliedstaaten zu entwickeln.
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